Strauchs Wanderlust

Premiumwanderweg Annweilerer Burgenweg

Kurz und knackig, d.h. ca. 470 Höhenmeter in gerade einmal 8 Kilometern, kann man im Örtchen Annweiler gleich drei Burgen erkunden. Startpunkt ist der Wanderparkplatz am Ende der Bindersberger Straße, wo bei es aber am sogenannten Windhof noch einen alternativen Parkplatz gibt. Für alle, welche den ÖPNV nutzen möchten, bietet der nahe Bahnhof Annweiler eine optimale Anreise.

Wir hatten heute „Pfalzluschd“ und „Burgsehnsucht“, was diesen Weg in unseren Fokus brachte.

So folgten wir gegen den Uhrzeigersinn der empfohlenen Laufrichtung. Es ermöglichte uns seinen sanften Anstieg über ca. 2,7km bis zum Wanderparkplatz Windhof.

Schmale Pfädchen wechselten sich mit breiteren Waldwegen ab und brachten uns stets bergauf bis zur ersten Attraktion.

Die war nicht die erste Ruine, sondern ein toller Aussichtsplatz über das Umland.

Dann zockelten wir gemächlich über Singletrails in Serpentinen bis zur Ruine Scharfenberg.

Das Wahrzeichen der Burg ist der 20 Meter hohe erhaltene Bergfried. Sie wurde zwischen 1150 und 1200 erbaut und wurde 1525 zerstört.

Zu unserem Bedauern war eine Besichtigung wegen Sanierungsarbeiten nicht möglich. Trotzdem lohnt sich ein kurzer Blick durch den Bauzaun auf die Anlage.

Das hatte auch als Konsequenz, dass wir die originale Wegführung verlassen mussten. Wir empfehlen euch daher unseren Track bei Komoot zu verwenden.

Trotzdem belohnte uns der Weg mit schwindelerregenden Buntsandsteinformationen.

Zahlreiche Kletterer ⛰ suchten ihren Weg an den Felsen und ein Geburtstagkind🎂🎈🧒 veranstaltete eine Schnitzeljagd.

Nun kraxelten wir erneut auf Pfädchen mit Steigung hinauf zu der Ruine Anebos. Die Bauformen und das Fundmaterial datieren die Burg in das 12./13. Jahrhundert.

Leider kann man keine direkten Ruinen mehr erkennen, aber der Blick von hier zur Burg Trifels und die Sandsteinsäule sind sehenswert.

Während wir bergab auf die Burg Trifels zuschritten, entdeckten wir das vom Anweiler Bahnhof aus, man mit einem Shuttle-Bus den Fuß der Burg Trifels erreichen kann. Informiert Euch aber genau über die Zeiten, denn nur sonntags findet ein regelmäßiger Transfer statt.

An dieser Stelle hatten wir zwei Einkehroptionen: Ein Restaurant oder ein Kiosk. Logisch gönnten wir uns am Kiosk ein kühles Cola und einen Cappuccino, bevor wir den steilen Gang hinauf wagten.

Stramm hinauf mit anderen Touris erreichten wir die Reichsburg Trifels.

Im Hochmittelalter schützte die Burg Trifels das Reichsland um Annweiler. Die deutschen Kaiser und Könige ließen hier im 12. und 13. Jahrhundert zeitweilig die Reichskleinodien verwahren. Berühmt wurde der Trifels auch durch seine Gefangenen, etwa den englischen König Richard I. Löwenherz.

Der Eintritt ins Museum und die Burg selbst kosten für einen Erwachsenen 4,50€, für Kinder von 7 bis 17 gerade einmal 2,50€. Euren Hund dürft ihr leider nicht mithineinnehmen.

Geöffnet hat das ganze Ensemble von 10 bis 17:00 Uhr, im Sommer sogar bis 18:00 Uhr und das ganze samstags, sonntags und an Feiertagen. Im Dezember und im Januar hat die Burg komplett geschlossen.

Wir haben das Geld gerne investiert, da die Aussichten und das Innere samt Museum absolut fantastisch sind.

Wir haben dann aber den rechts um das Burgplateau verlaufenden Weg gewählt. Vorteil: ohne laute Mitmenschen zum Kiosk zurück! Unten angekommen konnte man die nahenden Menschenmassen an der Zunahme der Fahrzeuge erahnen.

Deutlich ruhiger war der abschließende Weg ins Tal zurück: Knapp zwei Kilometer durch einen idyllischen Wald auf herrlich weichem Untergrund.

Fazit: Drei Burgen, phänomenale Fernsichten und zwei Einkehroptionen lassen den Weg ideal für alle erscheinen, aber er erfordert eine hohe Trittsicherheit auf einigen Passagen und durch die Höhenmeteranzahl auf kurzer Distanz auch Ausdauer.

Zeitraum: September 2023

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