Strauchs Wanderlust

Premiumwanderweg Schaumberg Tafeltour

Mit weitem Schwung um den Schaumberg verläuft dieser circa 10,5 km lange Rundweg. Den Startpunkt findet ihr auf dem Schaumbergplateau, wo wir gegen den Uhrzeigersinn gestartet sind.

Auf der Homepage des deutschen Wanderinstitutes, welcher die Premiumwanderwege zertifiziert, ist die Tafeltour leider seit Ende Dezember 2021 kein offizieller Premiumwanderweg mehr. Ein wenig nachvollziehen können wir es. Wir empfanden die Wegeführung teilweise sehr irritierend, da die Zuwegung zum Beispiel als Teil des Hauptweges markiert ist. Ein großer Abschnitt oberhalb der Lachmühle ist seit längerem gesperrt. Dies bedeutet den Verlust eines wunderschönes Kerbtales im Wegeverlauf, zu dem ist die Umleitung nicht klar deklariert und wir – und auch einige andere – standen plötzlich vor einer Absperrung. Trotz allem ist dieser Weg durch seine landschaftliche Fülle sehr reizvoll.

Zuerst umrundeten wir auf Singeltrails das Schaumbergplateau.

Gemeinsam mit dem Tholix-Weg (1,6km, für laufende Kinder geeignet) passierten wir den Keltenstein.

Im Volksmund wird er auch Klapperstorchstein genannt, da er später als Pilgerstätte für Eltern diente, die gerne mehr als ein Kind hätten.

Stetig bergab über weichen Waldboden kreuzten wir den Herzweg und kamen an einer Gablung an. Hier mussten wir uns entscheiden, ob wir einen leichten oder einen schweren Abstieg bevorzugen. Hohe Wurzelstufen begleiteten uns auf unseren „schweren Gang“ nach unten.

Kurz danach marschierten wir oberhalb des Ortes Tholey entlang. Bergan trotteten wir gemächlich zurück auf den Herzweg. Der Herzweg ist ein 2,8 km langer Rundweg um den Schaumberg, welcher barrierefrei gestaltet ist.

An seinem Startpunkt befindet sich der sogenannte Bücherbaum, der als öffentliches Bücherregal für die Tholeyer Bürger zur Verfügung steht.

Weiter auf dem Herzweg übermannte das Erstaunen, vor uns erstreckte sich das weite Panorama über das Schaumberger Land. So etwas ähnliches erlebten wir auf dem Panoramaweg Sankt Wendeler Land, der uns hier eine Weile begleitete.

Ein kurzer Abstecher vom Herzweg zeigte uns die Afrikakapelle.

Kurz dahinter quetschen wir uns durch ein „Kuh-Sicherheitsgatter“, um auf einen Wiesenweg weiterlaufen zu können.

Hier eine Info an Euch: Diese Gatter und das nächstfolgende ist so schmal, dass Menschen mit dicken Rucksäcken und starken Körpermaßen ein Durchkommen deutlich erschwert wird. Daher solltet Ihr mit Bedacht und einem eingezogenen Bauch – wie wir -hindurchschreiten.

Durch Gebüsch und Sträucher flanierten wir, bis wir einen beschilderten Aussichtspunkt eroberten.

Okay, so saßen wir zwar windgeschützt für unsere Pause, aber die Aussicht war eher bescheiden.

Wir ließen uns die Sträucher hinter uns, überwandten ein offenes Feld und tauchten in einen Mischwald ein. Fast an einer Gruppe Wanderer vorbei gehuscht, sprach uns eine der Damen mit der Frage „Du bist doch der Marco?“ an. Simone erklärte uns, dass sie uns von Facebook und YouTube erkannte. Das freute uns tierisch! Hier liebe Grüße an Dich, liebe Simone!

Wenige hundert Meter weiter erblickten wir einen beschilderten Posten. Rechts hinunter ging es zur Lachmühle, geradeaus unsere Tour. Kein Hinweis auf eine Wegeveränderung war hier beschrieben. So standen wir wenig später vor einem großen Absperrband.

Wir sind erfahrene Wanderer, daher trauten wir uns mangels Alternativen zu – sowie unzählige andere vor uns – die Passage zu beschreiten. Wir möchten hier Euch ausdrücklich darauf hinweisen es uns nicht nachzumachen, es war unser eigenes Risiko. Folgt bitte oberhalb an der Weggablung dem Schild in Richtung Lachmühle.

Ein wunderschönes Kerbtal mit idyllischem Bachlauf folgte nun. Zwar versperrten einige umgestürzte Bäume den Weg, aber diese Hindernisse waren für uns machbar. Der gut ausgetretene Weg, der deutlich frische Benutzungsspuren zeigte, erwies sich am Ende erneut von einem Absperrband „verriegelt“.

Auf der anderen Seite ist eine Wegmarkierung für eine Umleitung vorhanden, aber sie ist nicht als Umleitung deklariert.

Stramm bergan kam der kleine Ort Blasiusberg in Sicht. Hier befindet sich die Blasiuskapelle. Über sie und den vorbeiführenden Drei-Kapellen-Weg haben wir bereits berichtet.

Von hier aus waren es noch 3 Kilometer bis zum Ziel. Über schmale Singeltrails im Wechsel mit breiteren Wegen erklommen wir Schritt für Schritt den Hang des Schaumberges.

Zwischendurch erhaschten wir großartige Fernblicke in Schaumberger Land.

Traurigerweise fanden wir einige mutwillig zerstörte Schilder der Tour.

Hier verläuft übrigens auch der Große Gemeinderundwanderweg Tholey (blauer Punkt) und der Mauritiusweg vorbei.

Unterhalb der Aussichtsplattform schlängelte sich unser Pfad zum Schaumberg-Plateau zurück.

Fazit: Eine abwechslungsreiche Runde mit Einkehrmöglichkeiten auf dem Schaumberg-Plateau,  die trotz „kleinerer“ Mängel für fitte Familien, anspruchsvolle Anfänger oder gemütlich besinnte Vielwanderer geeignet ist.

Zeitraum: April 2022

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