5-Kreise-Weg, Etappe 03/05

Saarländer machen Urlaub im Saarland

Unser ursprünglicher Plan war die Erkundung der 3. Etappe von Schmelz (Startpunkt am Rathausplatz) im Landkreis Saarlouis bis nach Altland (Endpunkt) im Landkreis Merzig-Wandern für gute 26 Kilometer. Aber daraus wurde nichts!

Durch eine äußerst ungünstige Beschilderung an den Außengrenzen von Schmelz bogen wir in die Limbacher Straße, anstatt die Goldbacher Straße ab. Laut GPS sollten wir durch das Sollbachtal am Steinbruch vorbei bis zur Naturwaldzelle Hoxfels gelangen. So aber marschierten wir aber in recht gerader Linie an einem kiesverarbeitenden Betrieb vorbei, dank dem uns ständig LKWs überholten. Kurz danach wurde uns klar, dass dies unmöglich die Wegführung sein konnte.

Wir wussten aus unserer Erfahrung heraus, dass in der Nähe die Traumschleife Erzgräberweg verlief, und steuerten dank Navi auf sie zu. In einem großen Bogen, der uns 3 Kilometer Umweg bescherte, stießen wir nach 6,7 Kilometer wieder auf unsere Ursprungsplanung und somit auch auf eine Beschilderung zu.

Unser Weg führte uns an der Birg vorbei. Die Birg ist eine keltische Wallanlage, die im Laufe des Mittelalters aufgegeben wurde. Man sieht nur noch sehr wenige Reste. Über schmale Pfade bogen wir bis in ein Industriegebiet ganz im Außenbereich des Ortes Limbach vor.

Kurz an einer Landstraße entlang, schwenkten wir rechts auf die Singletrails der Traumschleife Weg des Wassers ein. Angestrengt, aber glücklich pausierten wir auf diesem Wegeabschnitt.

Was uns richtig gut gefallen hat, war die Wegeführung über einen Höhenweg, der leichte Kletterpassagen mit Hilfe von einer Seilführung beinhaltete. Über einen guten Kilometer hinweg marschierten wir durch Büschfeld. Die Prims geleitete uns nach Bardenbach.

Wir liefen den unteren Teil des 3,2 Kilometer langen Traumschleifchens Bardenbacher Fels. Einen kleinen Osterhasen und einen kugelrunden Frosch hatte jemand liebevoll am Ufer der Prims positioniert.

Über die Hänge des Schlafkopfes gelangten wir bis kurz vor Noswendel. Eine scharfe Abbiegung nach rechts brachte uns über den Grimetsberg auf den direkten Weg nach Wadern. Im Nachhinein hätten wir uns die Runde durch Wadern sparen können und somit 4 Kilometer weniger auf dem Tacho gehabt.

Wir hätten direkt auf den Schloßberg zur Ruine Dagstuhl an dieser Stelle abbiegen können. Wir haben nichts gegen die Stadt Wadern an sich, aber die Wegführung durch zwei Gewerbegebiete und quer durch die menschenarme Innenstadt war nicht sonderlich attraktiv.

Nun zu unserem persönlichen Highlight: Bis ins 17. Jahrhundert hinein war die Burg Dagstuhl die Residenz von wechselnden Herrschaften.

Viele Infotafeln und gut erhaltende Mauerreste laden zum längerfristigem Verweilen ein. Vorbei an dem „neugebauten“ Schloss Dagstuhl begann die Endphase unseres Tages.

Zwar noch mental fit, aber mit zunehmendem Druck auf die Fußsohlen, schafften wir die letzten 5,5 Kilometer. Erneut durch ein Gewerbegebiet und dem Miniort Buttnich fiel uns wieder die Wegbeschilderung der Traumschleife Weg des Wassers ins Gehege.

Zwar war unsere Beschilderung verschwunden, bzw. komplett abweichend vom GPS, so brachte uns der gesunde Menschenverstand und die Karte der Wanderapp sicher nach Altland.

Fazit:
1. Lektion: Traue keinem Schild.
2. Lektion: Schloss Dagstuhl ist echt sehenswert!
3. Lektion: Es gibt hier jede Menge Traumschleifen.
4. Lektion: 29 Kilometer sind echt hart!
5. Lektion: Ohne die genialen Brötchen und Kaffeestückchen aus dem Kaffeehaus Erbel in Schmelz wären wir (insb. Sarah) verhungert.


Zeitraum: März 2021



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