Strauchs Wanderlust

Saar-Glan-Weg, Etappe 04/05

Von Freisen nach Dennweiler-Frohnbach führte uns die vierte Etappe über 15,4 Kilometer hinweg durch das Kuseler Bergland. Wir eroberten uns auf diesem „Vergessenen Weg“ 260 Höhenmeter hinauf und 390 Höhenmeter hinunter. Jede Menge Parkmöglichkeiten findet man am Startpunkt um die Bruchwaldhalle, wo auch eine Tennisanlage und ein Fußballplatz zu finden sind. Parken mit dem PKW könnt Ihr am Ziel am Anfang der Friedhofstraße vor dem Dorfgemeinschaftshaus oder alternativ die Straße weiter oben am Friedhof. Mit dem ÖPNV hapert es hier leider ein bisschen: Vom Bahnhof Kusel aus stehen bis nach Dennweiler-Frohnbach gerade einmal – von Montag bis Freitag – 5 Busverbindungen (Linie 296) zur Verfügung. Wesentlich erfreulicher ist die Anbindung nach Freisen: am Bahnhof St. Wendel (Bushaltestelle ZOB St. Wendel) fahren sogar die Buslinien 603 und 604 nach Freisen zur Haltestelle Rathaus. Zum Einstieg in den Weg braucht man dann nur noch knapp 200 Meter bis zur Bruchwaldhalle.

Wolkenverhangen starteten wir. Hinter dem Sportplatz und nach Überbrückung der Autobahn begann der erste heftige Anstieg.

So erreichten wir frohlockend den Blickpunkt Hellerberg mit seinem Kreuz und der kleinen Schutzhütte, denn trotz dem diesigen Wetter war die Fernsicht ins junge Ostertal malerisch.

Direkt dahinter begleitete uns der 8km lange Achatweg ein Stück des Weges. Ihn sind wir im tiefsten Winter gewandert, was einen ganz besonderen Reiz hatte.

Ganz gemächlich trotteten wir auf einem Forstweg an den Hängen des Hellerberges, der mit seinen 596 Höhenmetern kurz vor der Grenze zwischen dem Saarland und Rheinland-Pfalz liegt.

Linker Hand thronte ein gewaltiger Funkturm, der von Stacheldraht umwuchert war. Genau auf der gegenüberliegenden Seite streifte uns eine Talsicht nach Oberkirchen. Dort entspringt im Übrigen die Oster unterhalb des Weiselberges.

Nun dominierte für die nächsten 3,7 Kilometer die asphaltierte „Panzerstraße“ den Untergrund. Sie brachte uns eindrucksvolle Weitsichten ins Umland. So konnten wir die Orte Eckersweiler zur Linken und Reichweiler zur Rechten erkennen.

Windräder, ein Fernmeldeturm und am Anfang auch alte Panzersperren begleiteten uns bis zum Großer Keufelskopf.

Im Nachhinein erfuhren wir, das wir durch das Landschaftsschutzgebiet „Preußische Berge” gewandert waren, über dessen Hochebene wir größtenteils bis nach Dennweiler-Frohnbach unterwegs waren.

Die nächsten 4,5 Kilometer waren geprägt von dichtem Wald, Wiesenwegen, Schotterpisten und mittendrin holte uns kurz der Status „Vergessener Weg“ ein.

So krabbelten wir über Baumstämme, quetschten uns an stacheligen Brombeeren vorbei und freuten uns über die langen Hosen wegen der Brennnesseldichte.

Plötzlich roch es penetrant nach Maggi! Wildschweinalarm! 🐗 Krach machen war angesagt und Sarah sang mit ihrer „zarten“ Stimme leicht misstönig lauthals Kinderlieder! 😅

Nun mussten wir bis nach Breitsesterhof auf die nächste Landstraße ausweichen und hofften innerorts eine Pausengelegenheit zu ergattern.

Auf dem kleinen Dorfplatz mit Brunnen futterten wir, um uns herum wurde die Nachbarschaft munter und wir waren wahrscheinlich das Aufregendste an diesem Tag für die Dorfbewohner. 😂

In dem kleinen Weiler zeigte uns die Beschilderung und das Handy-Navi die Einbiegung in ein kleines Wäldchen an. Hier solltet Ihr Euch ohne digitale Karte nicht durchschlagen, denn es wurde ein stetiges Raten, wo der Weg denn erneut verlaufen könnte. So ging das fast 3 Kilometer lang!

Endlich aus dem Forst draußen wurden wir von einer Sinnesbank in einer offenen Feldlandschaft begrüßt. Natürlich haben wir die Aussicht genossen!

Es hieß an diesem Punkt ade zum Hochplateau und der Abstieg nach Dennweiler-Frohnbach winkte uns fröhlich zu! 👋

Nach weiteren zwei Kilometern und vorbei am örtlichen Friedhof konnten wir dem etwas düsteren Wetter entkommen und frohen Herzens in unser Saarland zurückkehren.

Einen kleinen Abstecher auf die Burg Lichtenberg haben wir uns aber noch gegönnt! 😊

Fazit: Es ist eine kurzweilige Etappe mit Aussichten und kleinen Highlights am Wegesrand, die auch wenig Anspruch an Kondition und Trittsicherheit voraussetzt.

Zeitraum: Oktober 2023

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