Der Lechweg, Etappe 04/07

Wohlgenährt wachten wir am heutigen Tag auf: Wir fühlten uns wie “vollgefressene” Könige. Warum König? Ganz einfach… abends erwartete uns im Hotel-Resort “Alpenrose” ein majestätisches Drei-Gänge-Menü. Die kompetenten Servicemitarbeiter lasen uns jeden Wunsch von den Augen. So besuchte uns auch eine Miniaturschnecke mit Häuschen auf dem Rosmarin. Die Küche reagierte prompt und Marcos Teller verschwand zu Gunsten einer neuen Portion des Hauptganges. Sarah ließ sich versichern, das die Schnecke in die Freiheit entlassen wurde. Nachdem wir dann das Frühstücksbuffet morgens leergeschruppt hatten, legten wir los.

Kaum 600 m vom Hotel weg, erlebte zu Sarahs Freude eine Überraschung: eine riesige Hollywood Schaukel aus Holz direkt am Lechufer. Marco nutzte den Zugang zum Ufer für Drohnenaufnahmen, Sarah relaxte lieber. Wir liefen über schattige, breitere Wege am Ufer des Flusses. Nach ca. 1,6 km wechselten wir die Seite.

Die Sonne blitzte immer wieder zwischen den Wolken hindurch. So verschaffte sie uns Schattenspiele und Lichtstrahlen, welche durch die Bäume für ein ganz besonderes Ambiente sorgten. Wir fühlten uns leicht.

Im weiteren wandern konnten wir beobachten, das die Farbe des Leches sich langsam von schlammbraun zu grau-bläulich durchsetzt wandelte.

In Gießgau passierte uns ein Fauxpas: Die alte Wegeführung war noch zu erkennen und wir stiefelten ihr brav hinterher. Charmant bergan versteht sich! Einen ganzen Kilometer mehr auf dem Tacho, aber wir waren nicht allein… auch Sepp und Juliane tappten uns hinterher!

Bis nach Häselgehr nahm Sarah jedes Blümchen am Wegesrand unter die Lupe und schosss zahlreiche Aufnahmen. Wir genossen den Anblick der kleinen Wasserfälle, die die Schotterwege immer wieder unterbrachen. Wir vertrödeln so ganze 3,5 Kilometer.

Kurz hinter Häselgehr begann es wieder alpin zu werden. Über Stock, Wurzel und Felsbrocken erkämpfen wir uns unserem Aufstieg zum höchsten Punkt dieser Etappe bei 1210 Höhenmetern.

Klingt erst mal harmlos, aber die Bodenbeschaffenheit nach dem Dauerregen war wirklich rutschig und teilweise auch sehr abschüssig. Dies Kombination verbrauchte viel Energie. Also was tun Saarländer? Na? ESSEN!

Energielevel aufgeladen und sechs Kilometer im alpinen Terrain bezwungen. Immer wieder belohnten Ausblicke ins Lechtal uns Wanderer!

Knappe 18 km lagen hinter uns, als wir einen Punkt erreichten, der uns etwas ahnen ließ: Das Nichtregenwetter war vorbei. Gewaltige Wolkentürme bewegten sich auf das Tal von beiden Seiten der Berge zu.

Beim weiteren Fortschreiten bekam Marco eine Unwetterwarnung auf seine Uhr. Noch trocken durchquerten wir Vorderhornbach. Der Wind schoss Böen um unsere Ohren. Wir packten die Schirme und Regenjacken aus… Keine Minute zu spät! Der Regen prasselte im dichten Stakkato auf unsere Schirme und der Wind versuchte uns diese zu entreißen.

Mit klatschnassen Schuhen und tripsender Klamotten bogen wir zu unserer Unterkunft in Stanzach ab. Das Hotel Garni Waldhof war unser Domizil für eine Nacht.


Fazit: Jede Menge Wasser, durch den Lech an der Seite und von Mutter Natur von oben, konnten uns den Spaß im alpinen Gelände nicht nehmen!


Zeitraum: September 2020




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