Strauchs Wanderlust

Spazierweg Hohenburg

Gerade einmal 3 Kilometer muss man auf diesem kleinen Rundweg überwinden. Startpunkt ist der Wanderparkplatz an der Hohenburg in Homburg/Saar. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kann man vom Bahnhof Homburg aus über einen ausgeschilderten Zuweg von 1,3 Kilometer Länge zum Beginn gelangen.

Kennt ihr das, wenn euer innerer Schweinehund am liebsten auf dem Sofa faulenzen würde, während draußen der eisige Dezemberwind pfeift und die Nebelschwaden das Sonnenlicht verschlucken? Ja, dagegen kämpften wir heute Morgen vehement an… und schafften es vereint gegen den Uhrzeigersinn zu starten.

Direkt zu Beginn kraxelten wir die steilen Buntsandsteintreppen zur Ruine der Festung Hohenburg hinauf.

Die Anfänge der Kreis- und Universitätsstadt Homburg gehen auf eine Burggründung in der Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Im Verlauf der Geschichte haben wechselnde Herren, teilweise sogar parallel mehrere Besitzer, die Geschichte und die Geschicke der Stadt geprägt.

Ihren letzten Schliff erhielt sie von 1669 bis 1692 nach Plänen des französischen Festungsbaumeisters Sebastien de Vauban, der im Stil des Barocks baute und plante. Die damaligen französischen Besatzer schleiften im Jahre 1697 die Anlage, nachdem sie sich zurückziehen mussten. Da im Saarland in der Regel alles wiederverwendet wird, nutzte die Bevölkerung die steinernen Zeugnisse zum Hausbau. Das man heutzutage die Ruine in ihrer jetzigen Form besichtigen kann, ist der Stadt Homburg zu verdanken: in den 1980er wurden die Überreste ausgegraben.

Es lohnt sich auf dieser weitläufigen Anlage Zeit zu verbringen. Neben einer Lauschtour Homburger Festungsrundgang habt ihr auch noch einen fantastischen Rundblick auf Homburg und das Umland.

Auf den weiteren 2,5km verblieben wir auf vorwiegend schmalen Wegen, gelegentlich auch einem breiten Forstweg.

Während der Tour stießen wir auch auf eine Unzahl an Wanderwegen: Die Fernwanderwege Saar-Pfalz-Weg, Saar-Rhein-Main-Weg, Bliessteig, Saarland-Rundwanderweg und den Premiumwanderweg Schlossberg-Tour. Ausführliche Infos findet ihr auf www.saarpfalz-touristik.de und www.saarwald-verein.de!

Ganz am Ende stießen wir noch auf eine kleine Umleitung: Oberhalb der Schlossberghöhlen und direkt unterhalb des Hotels ist der direkte Durchgang gesperrt. So folgten wir der ausgewiesenen Beschilderung für 300 Meter und kamen wieder an unseren Ausgangspunkt zurück.

Voller Stolz hatten wir unserem inneren Schweinehund in den „Poppes“ getreten.

Fazit: Plant Euch auf jeden Fall mind. 2 Stunden ein, da die Burganlage wirklich sehr weitläufig ist. Von Februar bis einschl. November könnt ihr auch die Schlossberghöhlen besichtigen. Bedenkt bitte, dass weder die Höhlen noch diese kleine Runde für Kinderwägen, Rollstühle und Rollatoren geeignet sind, da viele Stufen und unebener Untergrund den Weg dominieren.

Zeitraum: Dezember 2022

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