Der Lechweg Etappe 02/07 Teil 02/02

Eine Woche und einen Tag später holten wir unsere “verlorenen” 14 Kilometer zurück. Aber zuerst mussten wir einige unerwartete Hürden überwinden. Kaum aus Füssen raus, fiel Marco siedend heiß ein, das sein geliebter Schlapphut in unserer Ferienwohnung ohne ihn zurückgebliebenen war. Also retour, Hut geschnappt und unterwegs wieder festgestellt, das die Kamera vergessen wurde… Dank meinem Protest fuhren wir weiter! Schließlich existiert im Handy auch ne Videofunktion. An der österreichischen Grenze wurden wir angehalten, ein junger Grenzbeamter fragte nach Kontakten zu Corona-Infizierten und maß unser Fieber. Wir durften passieren.

Wir parkten – wie vorher telefonisch besprochen – am “Kräuterhotel und Wirtshaus, der Stern” in Steeg . Mit dem Linienbus, der hier in den Sommermonaten regelmäßig verkehrt, kamen wir an unserem neuen Startpunkt in Lechleiten an.

Wir stiefelten in der warmen Septembersonne den Asphaltweg hoch. Zwischendurch hat Sarah die Neigung sich einfach mal umzudrehen um einen andern Blickwinkel auf den Weg zu erhaschen und wurde mit einem atemberaubenden Ausblick auf die endlich regenfreie Landschaft belohnt.

Für Autos ist der Ort Lechleiten eine Sackgasse… nicht so für uns Wanderer! Am Ende des Dorfes begann der schönste Teilabschnitt, der gerade mal 14 km langen Gesamtstrecke.

Wir folgten für gut 4,5 km einem Panoramaweg, gespickt mit Singletrails und anspruchsvoller Wegeführung.

Dann brach die Ernüchterung über uns herein: bis nach Steeg nur noch breite Forstwege und später Asphalt.

Einziger Vorteil war das stetige Bergablaufen garniert mit gelegentlichen Fernsichten auf die Berghänge auf der anderen Seite des Lechtales.

Nach 9,5 km überquerten wir den Lech. So weit unten im Tal begleiteten wir den jadegrünen Lech mit dem immer dominanten Rauschen im Ohr. Hier ergab sich für Marco die Gelegenheit mit seiner “fliegenden Kamera” zu spielen. Sarah betrachtete lieber die Vielfalt der Lechkiesel.

Auf der andern Uferseite erblickten wir beim Fortschreiten den Ort Hinterellenbogen, während wir in Welzau alte Bauernhäuser mit freilaufenden Kaninchen beobachten konnten. Durch Serble, einem kleinern Weiler vor Steeg huschten wir quasi hintenrum vorbei.

Ehe wir uns versahen, waren wir auf einmal in Steeg nach 14 km eingetroffen. Wir verstauten unsere Habseligkeiten im Auto und futterten wie geplant uns im Wirtshaus die Bäuche rund.

Fazit: Im Nachhinein waren die ersten 5 km echt prima, den Rest hätten wir uns sparen können.


Zeitraum: September 2020




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