Strauch's Wanderlust

Tannheimer Tal – Auf zur Roßalpe

Trittsicherheit, ja oder nein, das war das entscheidende Kriterium zur Auswahl des heutigen Tour-Verlaufes. Wir beschlossen, das wir Plan A auf der alten Forststraße zur Jausenstation Älpele, durchführen würden um ggfl. mit Plan B über den Schnurschrofen zurück über die Obere und Untere Roßalpe die 1900 Höhenmeter zu knacken und mir so meinen Glauben an meine Trittsicherheit zurück zu holen.

Im Grunde fing der Weg schon an unserem temporären Zuhause an, denn keine 150m weiter begann die alte Forststraße die steil bergan aufs Älpele führt. Wenig spektakulär ist dieser Abschnitt. Einige Abkürzungen mit steinigen schmalen Pfaden (roter Weg!!) ließen mich überrascht feststellen, das meine Unsicherheit wie weggeblasen war.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ab und zu blickte ich zurück um den “bösen” Einstein, der das weite Panorama neben dem Aggenstein dominierte, zu genießen.  Einige Bänke an aussichtsreichen Stellen und an kleinen Flussbiegungen positioniert, luden uns zum Verweilen ein. Wieder auf dem breiten Weg hörten wir das Glockengeläut, das von uns die Nähe der Jausenstation auf 1525m ankündigte. Zur Info: Das Älpele wird nur in den Sommermonaten bewirtschaftet.  Etwas besonderes, neben einer Buttermilch und einer deftigen Käsemahlzeit, erlebten wir dort: Der Wirt sang in Tannheimer Mundart, sich selbst mit dem Akkordion begleitend, humorvolle Lieder, und er war richtig gut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach Buttermilch und Käsebrot blickten wir den linken Hang hinauf… Schroff und kahl thronte die Bergflanke, und ließ uns wiederholt zweifeln, ob dieser Weg das richtige für uns darstellte… Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Steil, steinig und ziemlich eindrucksvoll kraxelten wir den Pfad hinauf. Widerkäuende Kühe säumten noch zu Beginn unseren Anstieg. Nach einigen Verschnaufpausen mitten am Hang (Ich bin halt nicht mehr der Jüngste…) erreichten wir den Schnurschrofen. Das Gaishorn konnten wir bildlich mit den Händen greifen, und das Panorama berauschte unsere angespannten Sinne.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiter hinten so ganz in der Ferne türmten sich hohe graue Turmwolken… so mitten im Berg… bei noch 700 Höhenmeter bis ins Tal… nun ja, etwas mulmig war uns schon zu Mute. Doch was blieb uns übrig, ab weiter ins Tal über die obere Roßalpe führte uns nun unser Weg. und zwar über Stock und Stein.  Wäre das grummelige Wetter, das langsam über uns hinweg zog, nicht gewesen, wäre das echt eine einmalige Strecke. Rutschend über loses kiesartiges Geröll klapperten unsere noch heilen Knochen zur unteren Roßalpe. Kurze Pause und schon wieder voran. Wir waren auf etwa 1400 Höhenmeter, da hörten wir zu nah ein Grollen. Das befürchtete Gewitter hatte uns eingeholt. So schnell uns die Wanderstöcke trugen und das abschüßige Gelände es zuließen, eilten wir zum Tal hinab.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier sei noch zu erwähnen, das auch ein anderes Wandergespann, das wir unterwegs trafen, erkannte das die Zeitangaben an der Beschilderung totaler Unsinn waren. Solltet ihr diese Runde gehen, nehmt Euch mehr Zeit mit.

Pitsche patsche nass erreichten wir im strömenden Regen samt Blitz und Donner den Talgrund. Sarah war fertig mit der Welt und sehnte sich nach einer Dusche und einer warmen Tasse Kaffee

 

 

 

 

 

Fazit: Gute Kondition, hohe Trittsicherheit und wirklich gute Wanderstöcke sind von Nöten um diese atemberaubende und tolle Tour zu gehen. Das Panorama und der Wirt des Älpele sind nur zwei der Highlights dieser Runde.

Zeit in Bewegung: 03 Stunden 42 Minuten
Distanz: 10,8km; Geschwindigkeit: 2,9km/h
Bergauf: 750m; Bergab: 770m
Zeitraum: September 2018


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