Strauchs Wanderlust

Traumschleife Ehrbachklamm

Diese herausfordernde Rundtour mit 8,5 Kilometern lässt das Wanderherz höherschlagen. Zwei Optionen habt Ihr: Die eigentliche Traumschleife mit 8,5 Kilometern und 590 Höhenmetern oder die große Runde mit der Schöneckschleife mit 14,5 Kilometern und satten 840 Höhenmetern.

Startpunkt ist der Wanderparkplatz in Oppenhausen, aber man kann alternativ auch direkt in die Schöneckschleife vom Wanderparkplatz Windhausen einsteigen.

Für uns war dieser Tag wieder etwas ganz Besonderes, denn es war Teil 2 von „Saarvengers – Age of Westerwood“. Einziges Manko war die Abwesenheit von Topper, der zu unserem Bedauern wieder arbeiten gehen musste. Wir haben ihn, weil wir ihn so liebhaben, mit reichlich Bildern und Videos die Nase langgezogen.

Die ersten 1,3 Kilometer führten über breite Schotter- und Feldwege bis zum eigentlichen Abstieg in die Ehrbachklamm.

Um uns herum wuselten Luna und Rocky, Saschas und Felys Wirbelwinde. Die Sonne quetschte sich durch die zunehmende Bewölkung und der Wind rauschte durch die Ähren und Gräser um uns herum.

Sanft bergab zunächst und dann richtig steil über rutschige Singletrails gelangten wir bis zur Stierwiese.

Als Erstes zeigte sich uns eine große Grillhütte mit reichlich Rastbänken, die im Innern sogar zwei getrennte Toiletten, Trinkwasserhahn und eine Spüle besitzt.

Hier werden regelmäßig durch die örtlichen Vereine Zeltlager für Kinder und Jugendliche veranstaltet und seit 2004 auch das Musikfestival „Gallahaan-Rock“ durchgeführt. Gallahaan ist übrigens die alte Flurbezeichnung für diesen Platz, der bis in die 60er Jahre als Lagerplatz für Heu und Grünfutter diente.

Eine kurze Strecke bergab ging es rechts zur Eckemühle, die eine Gastwirtschaft beinhaltet, aber zu unserem Pech montags Ruhetag hat.

So bogen wir nach links ab und liefen für 2,5 Kilometer auf dem Talgrund der Ehrbachklamm. Wie der Name schon sagt, fließt hier der Ehrbach, der ein etwa 20 Kilometer langer Nebenfluss der Mosel ist. Umgangssprachlich wird er aber mit der Ehrbachklamm gleichgesetzt, die jedoch nur ein Teilstück des Mittellaufes ist.

Das Besondere sind die kompakten Gefällestufen, die von Grauwacke- und Tonschieferbänken durchzogen sind.

Viele kleine und große Wasserfälle sind so entstanden, die über Stege, kleinere Brücken und manchmal querdurch überbrückt werden.

Wer aber denkt, mit Flipflops oder Turnschuhen latschen zu müssen, der sollte vorab schon mal für nächsten Tag einen Termin beim Orthopäden besorgen.

Seilsicherungen unterstützen zwar den Gang über rutschige Abschnitte, aber ohne Trittsicherheit und Wanderschuhe sind diese Passagen ein großes Wagnis.

Am Ende der Ehrbachklamm angekommen, flutschte es richtig steil – durchgängig auf Singletrails – berghoch. Wir bewältigten es mit jede Menge Muskelarbeit der Beine und dem „Klammern“ an jeder Bank, welche unseren Weg kreuzten.

Dem armen Marco sei hier auf die Schulter geklopft, denn er holte sich noch von seinem Hitzeschlag und wurde zugleich von Kreuzschmerzen geplagt.

So hatten wir genügend Zeit die Aussichten auf Schloss Schöneck und die Ruine Rauschenberg auf uns wirken zu lassen.

Es soll noch eine dritte Burg, nämlich die Ruine Ehrenburg in diesem Tal zu finden sein, doch leider war uns ein Ausblick auf sie verwehrt.

Besonders beeindruckt hat uns die markante Felsformation Peterslay.

Natürlich ließ sich unser Wiener Peter nicht nehmen seinen Namensvetter näher zu erkunden.

Fast oben nach dem Durchgang durch ein wunderschönes Kerbtal kam der Jäger Timo in Sicht.

Wir hatten 8 Kilometer auf dem Wandertacho, während er aus seinem Jeep stieg. Mit viel Humor erklärte er uns mit seinem Fachwissen, das ein oder andere und er blieb uns lebhaft in Erinnerung. Ganz liebe Grüße an dieser Stelle!

Der letzte Kilometer zeigte sich wieder mit einer offenen Feldlandschaft. An dieser Stelle leisteten wir Schützenhilfe: 3 verwirrte ältere Damen blickten verdattert durch die Gegend. Sie wollten zurück zur Ehrbachklamm um dann eventuell ohne Gewissheit einen Zug nach Brodenbach zu erwischen. Sie hatten keine Ahnung, wo sie waren, keine Karte dabei, keine Navi-App und waren völlig unvorbereitet in den Tag gestartet. Wir erklärten ihnen mit unserer Navigation-App den Weg zurück. Wir hoffen im Nachhinein, dass sie sicher angekommen sind!

Am Startpunkt angekommen, freuten wir uns auf das superleckere und reichhaltige Essen bei Fely, der Frau von Sascha. Einen riesigen Dank an die Geduld, Gastfreundschaft und Herzlichkeit dieser großartigen Frau!

Fazit: Stille, einfach nur Stille! Ohne jeden Verkehrslärm genossen wir diese wunderbare Idylle in und um die Ehrbachklamm. Mit guter Ausrüstung und Erfahrung konnten wir diese anspruchsvolle Runde bewältigen. Wir bitten Euch inständig, diese 8,5 Kilometern nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Zeitraum: Juni 2022

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