Strauchs Wanderlust

Mariannenweg – Blieskasteler Schleife

Gemütliche 3,5 Stunden braucht man für diese 11,1km lange Runde. So überbrückt man währenddessen ca. 310 Höhenmeter. Startpunkt ist in der Nähe des Paradeplatzes in der historischen Altstadt von Blieskastel.

Diesen könnt ihr vom Bahnhof Lautzkirchen oder dem Busbahnhof Blieskastel aus bequem erreichen, also prima mit dem ÖPNV. Natürlich sind auch in der Nähe mehrere Parkplätze zu finden, die je nach Tageszeit und Wochentag stark frequentiert werden.

Nebenschwaden umhüllten unseren Aufstieg durch die Barocke Altstadt. Das schmucke Kleinod kann man übrigens kostenlos alle 14 Tage samstags ab 14 Uhr mit einer Stadtführung entdecken. Auch es gibt Führungen mit Nachtwächter, in Begleitung einer „Gräfin Marianne von der Leyen“ oder auch mit kulinarischem Schwerpunkt. Näheres erfährt ihr bei der Tourist Info Blieskastel.

Wir passierten bei unserem stetigen Aufstieg die Gollensteinhütte, die aber zu diesem Zeitpunkt geschlossen war. Sie kann aber als „späte“ Einkehroption genutzt werden, da sie von Mittwoch bis Samstag von 16 bis 22 Uhr und am Sonntag von 11 bis 21 Uhr geöffnet hat.

Unser nächstes Ziel war der mysteriös verhangene Gollenstein.

Er ist ca. 5000 Jahre alt und eines der ältesten Kulturdenkmäler Deutschlands. Zudem gilt er mit seinen ca.7m als der größte Menhir Mitteleuropas.

Im Rahmen der Christianisierung wurde in dieses einzigartige geschichtliche Zeugnis eine spitzzulaufende Nische mit den griechischen Symbolen IHS eingemeißelt, um dem Ganzen eine christlich religiöse Bedeutung zu verpassen.

Auch der zweite Weltkrieg hat es nicht verschont: 1939 wurde zur Vermeidung eines gegnerischen Zielpunktes der Stein umgelegt und zerbrach in vier Einzelteile. Erst 1951 wurde er wieder errichtet.

Wir verließen zum ersten Mal den Asphalt und schritten hinab ins Alschbachtal.

Noch schwebte ein Hauch von Nebel in der Luft, das Blaue am Himmel konnte man bereits erahnen.

Beim Überschreiten der Landstraße wiesen uns die gut platzierten Hinweisschilder den Weg in Richtung Gut Lindenfels. Durch den Rhododendron-Park, welcher zur richtigen Jahreszeit ein Traum sein muss, kamen die Gebäude in Sicht.

Direkt im Biergarten mit dem angeschlossenen Waldcafé (Sa: 14-18 Uhr, So: 10–18 Uhr) herauskommend, freuten wir uns über diese Entdeckung. Hier waren wir noch nie! Den Hofladen werden wir sicher mal besuchen.

Über die Hänge des Würzbachberges (342m) eröffnete sich nach dem gemächlichen Gang über eine breite Waldautobahn ein Blick auf eine landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Sanft dampfte die warme braune Erde, die Sonne stach scharf die Schatten der Obstbäume hervor und die Hagebutten waren mit glänzenden Wassertropfen übersät.

An einem Wegekreuz inmitten der erwachenden Natur genossen wir nach 5,8km unsere Pause.

Die nächsten Kilometer schritten wir entspannt erneut ins Alschbachtal. Wir wanderten durch den kleinen Ort Alschbach. Es war so herrlich ruhig dort! Kein Durchgangsverkehr stört die Anwohner, denn für Autos kann der Ort nur über eine Stichstraße erreicht werden, also eine Verkehrssackgasse.

Ins Schwitzen wurden wir durch den dritten Anstieg des Tages getrieben. Er führte uns zurück zur Weggablung in der Nähe des Gollensteines.

Stets bergab vom Ortrand bis zur Stadtmitte gönnten wir uns in der historischen Altstadt angekommen im „Blieskasteler Eiscafe“ was Leckeres.

Unterwegs zum Auto fiel uns die „Touristinfo Biosphärenreservat Bliesgau“ im Haus des Bürgers auf. Dort gibt es neben jeder Menge Infos auch eine großartige Ausstellung über die Fauna, Flora und Geologie des Bliesgaues… und auch ein Klo für Marco.

Fazit: Zwei Einkehrmöglichkeiten im Laufe des Weges, eine barocke Altstadt mit Gastronomie, ein Menhir und Ausblicke vom Würzbachberg (ohne Nebel) in Kombination mit leichter Wegbeschaffenheit und sehr guter Beschilderung … ein rundum zu empfehlender Weg, der insbesondere im Frühjahr und Herbst sowie bei feuchter Witterung eine Alternative darstellt.

Zeitraum: Oktober 2022

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