Strauchs Wanderlust

Saar-Mosel-Weg, Etappe 13/14

Die vorletzte Etappe startet am Camping Rübezahl bei Oberzerf und endet 20 Kilometer weiter in Niedermennig. Parken könnt ihr wieder am Wiesenparkplatz des Campingplatze, bitte fragt vorher telefonisch um Erlaubnis nach. Die Parkplatz-Situation in Niedermennig können wir Euch leider nicht erläutern, da wir ja mit dem großen Rucksack und ohne Auto unterwegs waren.

Wir möchten hier an dieser Stelle Marcos Papa einen großen Dank aussprechen! Er setzte uns am Startpunkt ab und fuhr dann den weiten Weg ins Saarland zurück nach Hause.

Der erste Kilometer entpuppte sich als abenteuerlich! Anstatt einem begehbaren Weg vorzufinden, schlugen wir uns auf einem noch kaum erkennbaren Pfad durch hohe Wiesen am Feldrand entlang.

Unser Weg endete abrupt an einer Landstraße. Gerade aus auch keine Option! Guter Rat war gefragt… also stapften dank unser Navi-App frohgemuht einen kleinen Umweg, der uns entlang der Landstraße und rechts durch die ersten Häuser von Vierherrenborn führte.

Dieser kleine „Ort“ hat gerade mal 187 Einwohner und ist eine Streusiedlung ohne einen ausgeprägten Ortskern. Im Grunde genommen jede Menge Bauernhöfe, welche weit auseinander liegen und ein paar vereinzelte Wohnhäuser dazwischen.

Von hier aus wanderten wir für insgesamt 8,5 Kilometer lang auf einer Hochebene, einem Teil des Osburger Hochwaldes.

Es erwarteten uns einzigartige Ausblicke zu Beginn und später nach dem Überschreiten des Wilhelmkopfes fast schwarzwaldmäßig anmutende Eindrücke.

Kurz vor dem bergab laufen eröffnete uns ein fantastischer Panoramablick auf das unter uns liegende Oberemmel.

Dieses kleine Dorf liegt am Ausgang des Konzer Tälchens, ein trocken gefallener ehemaliger Altarm der Urmosel.

Gemächlich auf breiten Forstweg marschierten wir durch das Wochenendgebiet „Auf dem Schanzgraben“. Unten am Talboden hatten wir 300 Höhenmeter überwunden.

Jetzt rückte der Hunger in den Vordergrund.

Klar, Essen war im Rucksack… aber es schmeckt halt beim Wandern besser, wenn man es nicht selber reingestopft hat! Wir fanden in der kleinen traditionsreichen Bäckerei Baasch ausreichend Leckereien und einen Sitzplatz. Die gesprächigen älteren Damen hinter der Theke und später auch der Bäckermeister persönlich fragten uns über unsere schweren Trekkingrucksäcke und unseren Routenverlauf neugierig aus.

Trekkingrucksäcke? Ihr fragt euch bestimmt, warum so schweres Gepäck? Ganz einfach… Zum einen waren wir noch zwei weitere Tage ohne Auto unterwegs und zum anderen trainieren wir für unsere große Tour in Österreich.

Ein letzter knackiger Anstieg von 110 Höhenmetern bescherte uns eine fantastische Aussicht über das Konzer Tälchen.

Das ungewohnte Gewicht und das vergessene Wechseln von alten auf neue Einlagen ließen den armen Marco Schmerzen in beiden Fersen verspüren.

Er biss die Zähne zusammen und stapfte stetig bergab bis zur alten Ölmühle in Niedermennig.

Sie stammt aus dem Jahr 1849 und ist liebevoll restauriert worden. Sie kann am Tag des offenen Denkmals sowie auf Anfrage besichtigt werden und zu besonderen Anlässen wird die funktionstüchtige Mechanik wieder zum Laufen gebracht.

Hier findet Ihr übrigens auch einen riesigen Rastplatz mit Schutzhütte.

In der Ortsmitte von Niedermennig endet offiziell die 13. Etappe. Da wir in diesem beschaulichen Dorf keine Übernachtungsmöglichkeit gefunden hatten, folgten wir die nächsten 3 Kilometern der letzten Etappe. Dazu aber mehr im nächsten Bericht!

Fazit: Das Konzer Tälchen und das Hochplateau des Osburger Hochwaldes sind landschaftlich reizvolle Gebiete. Wegetechnisch sind diese 20 Kilometer anspruchslos, aber eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden gestaltet sich schwierig.

Zeitraum: Juni 2022

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