Strauchs Wanderlust

Saar-Mosel-Weg, Etappe 02/14

Unfassbar eisiges, aber gnadenloses sonniges Wetter brachte uns heute nach Kleinbundenbach an den Startpunkt dieser Etappe. Erneut parkten wir am Ende der Friedhofstraße gegenüber dem Friedhof. Das Etappenziel war ein Parkplatz am Rosengarten in Zweibrücken (Rosengartenstraße). Gemütliche 13 Kilometer wurden bewältigt.

Mit kaltem Hauch um die Nase stiefelten wir am frühen Morgen quer durch Kleinbundenbach los.

Am Ortsrand angekommen, mussten wir am Rand einer wenig befahrenen Landstraße in Richtung Großbundenbach entlangwandern. Wir wurden von einer echten Großbundenbacherin überholt, neugierig beäugt und in ein angenehmes Gespräch verwickelt. Sie erzählte uns einige kleine Besonderheiten der Region. Wir wiederum konnten sie damit überraschen, dass durch ihren Ort tatsächlich der Fernwanderweg „Saar-Mosel-Weg“ verläuft.

So erfuhren wir, dass der großartige Aussichtspunkt mit Rastplatz vor uns von den Einheimischen „Bassin“ genannt wird, da es früher der alte Wasserspeicher war. Er versorgte die Menschen von Großbundenbach mit Trinkwasser.

Auch das es 4 Walnussbäume sind, welche im Viereck angeordnet, den Rastplatz umranden. Hier ganz liebe Grüße an die Dame!

Wir erreichten nun Großbundenbach, tippten zart den Ortsrand an und waren schwups wieder draußen.

Erneut fast 500 Meter an einer ruhigen Landstraße immer geradeaus, sodass wir irgendwann nach rechts in Richtung Erlenhof abbogen.

Man muss sagen, trotz Landstraße, bot uns das himmlische Wetter die Möglichkeit weit in das Umland zu blicken.

Bisher waren wir relativ eben mit wenig Steigung auf einer Hochebene unterwegs.

Erst über Asphalt, dann über einen Schotterweg übergehend, erreichten wir den Waldrand.

Die Wegeführung brachte uns innerhalb eines Kilometers in das sogenannte Liebestal. Hier merkte man beim Abstieg wieder den „Vergesser-Weg-Status“ des Saar-Mosel-Weges: zahlreiche umgestürzte Bäume, keine Markierungen und unübersichtlicher Untergrund erschwerten uns das Vorankommen.

Seltsamerweise prangten zahlreiche Schilder des Meteoritenweges (Länge: 32km) auf diesem Teilabschnitt.

Im Liebestal angekommen entwickelte Sarah die typischen Symptome: Hunger, immer noch Hunger, Hunger! 😉 Hinter einem kleinen Weiher entdeckten wir endlich eine Bank im Sonnenschein. Dies rette Sarahs gute Laune und Marcos Nerven. 😉

Alles verpackt und verstaut nach der Schlemmerei lag der nächste Anstieg vor uns. Ein schmaler Weg durch einen ursprünglichen Wald erstaunte uns und half deutlich beim Verdauen. Wir fanden sogar mitten in der Pfalz einen kleinen versteckten buntbemalten „Saarstein“.

Mit Hundegebell im Ohr durchstreiften wir schnell das Gelände eines Bauernhofes, auf dessen Hof sich lustigerweise die bekannten „Pfälzer Kartoffeln“ stapelten.

Als wir die Anhöhe erreichten, sprang uns ein großes Schild mit der Aufschrift „Naturfreundehaus Waldgaststätte Harzbornhaus“ ins Auge. Hier verbrachten wir eine gute Stunde beim Schlemmen, ermuntert durch die freundlichen Mitarbeiterinnen und angenehme Atmosphäre.

Erneut gesättigt (ja auch Sarah kann satt sein 😉) folgten wir einem Singletrail, der uns durch das tief eingeschnittene Kerbtal des Wüster Aschbaches geleitete. Dieser mündet in den Heilbach, an dem wir flussaufwärts für einige 100 Meter vorbei schlenderten.

Zweimal überquerten wir mehr und weniger abenteuerlich diesen reizenden kleinen Bach.

Stramm bergan überbrückten wir 60 Höhenmeter, stießen am Waldrand auf einen breiten Feldweg, dem wir bis zu der Landstraße zwischen Mörsbach und Zweibrücken nachgingen.

Beim Kreuzen der Landstraße mussten wir Vorsicht walten lassen.

Erneut durch ein Tal mit massiver Steilhanglage passierten wir einen besonderen Punkt…

Zum ersten Mal seit einigen Monaten rutschte Marco voller Elan mit dem Hintern einen schlammigen Hang hinunter. Jetzt ist Sarah nicht mehr der einzige Fallmichel!

Dreckig und verbatscht marschierte Marco munter weiter und wir beide kamen gesund und sicher an den Ortsrand der Stadt Zweibrücken.

Eine fast schnurrgerade Strecke durch ein historisches Viertel mit interessanten alten Häuser mit ungewöhnlicher Architektur brachte uns an den Rand des Rosengartens.

Die Zweibrücker Pferderennbahn und den Rosengarten zur Linken marschierten wir über die Gestütsallee zu unserem roten Flitzer.

Fazit: Wieder landschaftlich abwechslungsreich bot diese Etappe interessante Einblicke in die Südwestpfalz. Zwischen Kleinbundenbach und Zweibrücken gibt es eine direkte Busverbindung, die zwar unregelmäßig verkehrt, aber die Möglichkeit bietet auf den PKW zu verzichten.

Zeitraum: Februar 2022

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