Wortsegel-Wanderweg

Dieser 7,8 Kilometer lange Rundweg beginnt offiziell in der Bonner Straße in Sotzweiler. Wir empfehlen Euch hinter der katholischen Pfarrkirche St. Mauritius zu parken, dieser ist auch als Parkplatz für das Wortsegel ausgeschildert.

Heute war erst der zweite kleinere Wandertag nach Sarahs Knieverletzung, sodass wir uns Zeit ließen. Vorteil dieses Weges für „Knieverletzte“ und Wanderer mit geringer Trittsicherheit/Wanderanfänger ist der überwiegende Asphalt- und Forstweganteil.

Steil bergan führte uns der Weg schnurstracks zum Namensgeber, dem Wortsegel. Dieses „Denkmal der Poesie“ ist eine Stahlplastik von Prof. Heinrich Popp. Er schenkte diese Skulptur seinem Heimatort Sotzweiler im Jahre 2005. Sie steht auf einer Anhöhe von 338 Höhenmeter und stellt eine weithin sichtbare Landmarke dar. Das besondere an ihr sind die zwei segelförmigen Dreiecke, von denen eins auf der Spitze steht und die gegeneinander verdreht aufgestellt sind. Abhängig vom Betrachtungspunkt sieht die Figur so immer anders aus.

Da wir uns hier inmitten des Schaumberger Landes befinden, kann man den weithin sichtbaren „Hausberg“ des Saarlandes von hier oben wunderbar betrachten.

Heute verhängte ein Wall aus Nebel die oberste Spitze des einsamen Riesen.

Den bis jetzt gut angebrachten Schildern folgten wir bis zum linken Hand liegenden Schaumbergkreuz. Es wurde 1973 an dieser Stelle neu errichtet, da es nach Renovierung der Kriegergedächtniskapelle im Schaumbergturm nicht mehr verwendet werden konnte. Gerettet wurde es allein durch die Arbeiter, welche sich weigerten, dass 12 Meter hohe Betonkreuz zu sprengen.

Bergab über einen Wiesenweg erreichten wir zu unserem Bedauern die A1.

Eine Umleitung leitete uns entlang diese vielbefahrene Strecke bis zur Unterbrückung.

An der Landstraße Schaumbergstraße tippelten wir auf dem Fahrradweg, bis wir die Theel überquerten und geringe Zeit später das erneute Vergnügen einer Untertunnelung der A1 erlebten.

„Frohgemut“ ging es an der A1 entlang, bis wir irgendwann dem Lärm entkamen und im Engscheider Wald ankamen. Hier verläuft der Engscheider Waldweg, der Gemeinderundweg Tholey und der Panoramaweg Sankt Wendeler Land.

So trotteten wir endlich auf breiten Waldweg an drei kleinen Weihern vorbei, freuten uns über die letzten bunten Herbstblätter und entdeckten zu unserer Freude ein kleines Schildchen von Soulboys Nord-Süd-Trail Deutschland (Youtube-Kanal „Soultrails“).

Im gemächlichen Schritt folgten wir dem breiten Forstweg, bis wir auf einen asphaltierten Weg stießen. Endlich, das Wortsegel in der Ferne winkte uns durch den Nebeldunst zu.

Immer „schön“ auf dem Asphalt marschierten wir bis zum Ortsrand von Sotzweiler, ignorierten den verwirrenden Gang durch ein Neubaugebiet und nahmen einen schmalen Weg, der am Rand der Siedlung verläuft. Angekommen in der Ortsmitte stießen wir auf den offiziellen Startpunkt der Tour, hinter dem sich direkt ein Fußballplatz mit einem laufenden Spiel befand. Zu Sarahs (Knie) und Marcos (Stufen = Erzfeinde 😉) Freude musste eine steile Treppe überwunden werden. Direkt neben der Kirche erblickten wir unser rotes Fahrzeug.

Fazit: Aus Erfahrung wissen wir, dass man den Autobahnanteil elegant hätte umgehen können. Aber wir wollten der Originalroute folgen.  Unser Rat: Nehmt euch eine Wander-App/Wanderkarte, geht am Schaumbergkreuz nochmals zurück, folgt dem Warken-Eckstein-Weg/Panoramaweg Sankt Wendeler Land, so kommt ihr automatisch wieder auf den Ursprungsweg zurück und habt Euch das Autobahnfiasko erspart. Der Rest ist ein schöner Spaziergang mit Abwechslung.


Zeitraum: November 2021


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