Bliesgau Tafeltour

Dieser Rundweg hat stolze 16 Kilometer, die nur einen größeren Anstieg beinhalten und später auf einer Hochebene bis kurz vor Schluss verlaufen. Startpunkt ist offiziell am Hotel Bliesbrück in Herbitzheim, parken und starten könnt ihr aber auch weiter oberhalb am Bürgerhaus.

Erst um halb zehn morgen… was für uns ein später Zeitpunkt ist… begrüßte uns der sich auflösende Hochnebel im Bliesgau. Er versteckte einen strahlend blauen Himmel und eine warme Septembersonne. Gegen den Uhrzeigersinn marschierten wir bergabwärts in die „Rubenheimer Straße“, bevor wir linker Hand in die „Kremelstraße“ bogen und wenige 100 Meter später in den „Langenweidenweg“ einmündeten.

Immer bergauf über einen Wiesenweg genossen wir die wärmenden Strahlen und schließlich weiter oberhalb einen grandiosen Ausblick über den Bliesgau.

Wir erklommen die Hänge des Hanickels, der mit 356 Metern dominant die Landschaft beherrscht. Irgendwann wechselten wir von Wiesenwegen auf Schotterwege und konnten Landwirte bei ihrer Arbeit beobachten. Wir wussten, dass wir an der Kante eines alten Steinbruches entlang gehen sollten, aber die Wegeführung wurde hier – wahrscheinlich aus Sicherheitsgründen- verändert.

Nach knapp drei Kilometern erreichten wir den Waldrand.

Tunnelartige Gänge umhüllten uns für knapp 1,5 Kilometern. Insgesamt 3 Aussichtspunkte waren ausgewiesen, konnten aber dank Gestrüpp von uns nicht genutzt werden.

In diesem Gebiet begegneten uns die Autorin (mit Mann) des Bloges „Die Quintessenz des Kochens“ und ihr vierbeiniges Knuddelmonster Bella. Ganz liebe Grüße an dieser Stelle!

Von nun an wechselten sich schmale Pfade, breite Forstwege und Waldwege bis zum achten Kilometer ab.

Uns fiel auf das zahlreiche Bänke vorhanden, aber leider teilweise verfallen oder morsch waren. Im Nachhinein erfuhren wir, das diese Tafeltour seit März 2021 nicht mehr als Premiumwanderweg zertifiziert ist.

An der Schornwaldhütte nutzten wir die Gelegenheit und aßen das berühmte „Strauch-Ei“ sowie andere Leckereien.

Die nächsten zwei Kilometer erlaubten uns tolle Ausblicke ins Mandelbachtal, wo wir die Orte Erfweiler-Ehlingen, Wittersheim und Bebelsheim im Tale entdecken konnten.

Nun begann eine offene Wiesenlandschaft. Wir trotteten durch Hecken, entdeckten versteckte Bänke und konnten die heimische Fauna und Flora klassifizieren. Hier seht ihr die Wegwarte, den Sommer-Wolfsmilch und die Herbstzeitlose.

Im lichten Forst bestehend aus Buchen, Robinien und anderem Gehölz, genossen wir den Altweibersommer.

Wenige Augenblicke später an den Hängen des Hannock hörten wir ein Sausen und Brummen aus der Luft. Im offenen Gelände fanden wir den Übeltäter: ein Modellflugzeug vom nahen Modellflugplatz. Kurven, Loopings, Steig- und Sinkflüge und andere Flugmanöver wagte der Pilot.

Auf diesem Abschnitt lernten wir Paul kennen. Dieser sieben Monate alte Dackel gehörte einem netten Paar, mit dem wir uns übers Wandern und den Bliesgau unterhielten. Falls ihr das liest, auch liebe Grüße an Euch.

Immer bergab brachte uns der breite, aber sehr schöne Weg zurück nach Herbitzheim.

Fazit: Wenn ihr dem „Gewusel“, welcher auf Premiumwanderwegen und Traumschleifen herrscht, entkommen möchtet, ist dieser Weg ein Geheimtipp. Am Anfang und am Ende habt ihr grandiose Aussichten auf den Bliesgau und mittendrin Ruhe im Wald. Große Ansprüche an Kondition und Trittsicherheit ist hier nicht von Nöten, nur eine Rucksackverpflegung wäre angebracht.


Zeitraum: September 2021



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