Saarland-Rundwanderweg, Etappe 15/17

Startpunkt dieser 21 Kilometer langen Etappe ist der Parkplatz gegen über des Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken. Am Ende erreicht ihr nach 420 Höhenmetern das kleine Industriegebiet „Zur Warndtwiese“ in Dorf im Warndt.

Mindestens 30 Grad und schwülwarm hat uns der Wetter-Müller von Radio Salü heute Morgen versprochen… Juhu!

Direkt zum Einstieg trabten wir erstmal bergan. Okay, es war noch recht frisch mit 18 Grad, aber die Luft war schon schwül. Auf breiten Waldweg erreichten wir die deutsch-französische Grenze bei Schoeneck. Praktisch um die Ecke schwappten wir in Frankreich ein, um dann nach vielleicht 50 Metern wieder in der BRD zu landen.

Eine von vielen Schutzhütten, die wir heute am Wegesrand entdeckten, war die „Dicke-Büch-Hütte“. Zu diesem Zeitpunkt hatten 3,5 Kilometer hinter uns gebracht und marschierten bergab vorbei am Friedhof von Gersweiler, bevor wir an der Grünschnittanlage wieder in den Forst abtauchten. Wir huschten von einem Ende des Waldes über die Krughütterstraße in das nächste Waldgebiet ein.

Wenige hundert Meter später kreuzten wir die Straße „Am Aschbacher Hof“, bogen linker Hand auf einen breiten Weg und sowie es im Saarland üblich ist, haben wir wieder jemanden getroffen den wir kennen. Hier liebe Grüße an Marco’s berenteten Arbeitskollegen Heinz! Genau an dieser Stelle steht eine restaurierte Ruine einer alten Kirche aus dem 12. Jahrhundert (ehemalige Alschbachkirche).

Wir waren heute echt flott unterwegs, was zu einem der einfachen Wegführung geschuldet war und zum anderen das Wissen um die ausstehenden Temperaturen. Auf diesem breiten Weg kamen wir an der Schutzhütte „Krughütte“ vorbei.

Aus der Ferne hörte man die alltäglichen Geräusche des Ortes Klarenthal. Frei nach Reinhard May: „Irgendein Depp mäht irgendwo immer…“ (Danke Papa für den Hinweis!).

Wir erreichten ein Neubaugebiet von Klarenthal, nachdem wir stetig in die Höhe wackelten. Von dort aus hatte man eine großartige Fernsicht bis nach Völklingen.

Bei Kilometer 9,7 hatten wir die Wahl entweder durch das Gestrüpp samt Brenneseln und Dornen zu robben oder einen minimalen Umweg in Kauf zu nehmen. Daher wir nicht masochistisch veranlagt sind, wählten wir die einfache Variante.

Wir trotteten schon einen Kilometer bergab als wir die Warndtstraße überquerten. Der 306 Meter hohe Hühnerscheerberg missachteten wir linker Hand und pfiffen darauf, geradeaus über einen 1,7 Kilometer langen Asphaltweg bis zur Marienkapelle zu latschen. Ein gemütlicher Waldweg war unsere Alternative und am Ende gelangten wir auch zur Kapelle.

Nach 13 Kilometern unsere erste Pause im Schatten einer riesengroßen Platane. Mitleid empfanden wir mit einer kleinen Kohlmeise, die wohl aus dem Nest gefallen war. Alle Versuche den kleinen Kerl an einen guten Startplatz zu bringen, misslangen und so ließen wir der Natur ihren Lauf.

Gut gefüttert wanderten wir für 4,5 Kilometern durch den Wald zwischen Geislautern und der französischen Grenze. Hier hatten wir noch zwei Begegnungen. Eine Läuferin erkannte uns wieder, erzählte uns von ihrem Lauftraining und wünschte uns eine gute Wanderung. Guten Saarland-Lauf wünschen wir hier an dieser Stelle! Wenig später hielt eine Dame mit einem E-Bike mitten auf dem Weg an und machte uns auf ein Carré an toten Nadelbäumen aufmerksam.

Am Ortseingang von Großrosseln begann der Endspurt. Die letzten 5 Kilometern beglückten uns wieder mit Höhenmetern, die wir nach circa 3,5 Kilometern durch eine Abkürzung verringerten. Wir sahen nicht ein bei diesen Temperaturen einen unnötigen Umweg in Angriff nehmen. Verschwitzt, aber voller Vorfreude auf unsere Klimaanlage kamen wir endlich an unserem roten Flitzer im Dorf im Warndt an.

Fazit: Schattiges Kilometer machen leicht gemacht! Ohne größere Sehenswürdigkeiten, aber mit viel Waldanteil ist diese Etappe für fitte Wanderer auch im Sommer geeignet.


Zeitraum: Juni 2021


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