Saarland-Rundwanderweg, Etappe 13c/17

Heute überwanden wir unseren inneren Schweinehund und begannen diese 20 Kilometer lange Etappe am Kloster Gräfinthal. Sicher unser Auto auf dem Wanderparkplatz verstaut, starteten wir frohgemut. Unser Ziel war P+R-Parkplatz in Sengscheid. Normalerweise würde uns die ursprüngliche Streckenführung noch 7 Kilometer weiter bis zur Universität des Saarlandes führen. Die Marschroute haben wir aber schon bei Etappe 13 von Kirkel bis zum Universitätsgelände Saarbrücken bewältigt und eine Wiederholung erschien uns unnötig.

Mit großen Schritten näherten wir uns zuerst dem Klostergelände Gräfinthal. Hier findet ihr Gastronomien unterschiedlicher Preisstufen. Vorbei an der Naturbühne Gräfinthal begann unser erster Aufstieg. Ohne Schweißtropfen dank dem kühlen Wind erklommen wir nach gut anderthalb Kilometer die erste Erhöhung.

Wehmutsvoll blickten wir auf die letzten Ausläufer des Bliesgaues. Weniger hundert Meter später tauchten wir in einen Laubwald ein, welcher uns auf einem Asphaltweg zu einer Kreuzung führte. Wir bestaunten die weiten Ausblicke über Bliesransbach hinweg ins französische Grenzland. Stetig nach Norden brachte uns ein Feldweg in schnurrgerader Linie in den kleinen Ort Eschringen.

Oben auf dem Berg thronte rechter Hand das Dorf Ensheim. Marco erzählte Sarah, dass dies die Strecke gewesen war, wo er pitschnass wurde und in seinem Auto ein Schwimmbad hätte eröffnen können.

Bisher waren wir ja nur bergab marschiert seitdem wir den letzten Anstieg bewältigt hatten. Es folgte nun der Zweite. Charmant wogten, wie ein immergrünes Meer, die Grashalme im Takt des Windes. Unzählige Blumen verschiedenster Farben zierten das wogende Grün. So fühlt sich für uns der Frühsommer an!

Wir kamen an den Stadtwald Saarbrücken. Erste Quellwölkchen raubten der warmen Sonne kurzfristig ihre Kraft, bevor sie sich mit aller Gewalt ihren Platz am Firmament zurückeroberte. Wir hatten fast 8,5 Kilometer auf dem Tacho, als wir auf eine offene Wiesenlandschaft trafen. Stetig bergan, immer mit einem atemberaubenden Ausblick auf das riesige Gelände des Flughafens Saarbrücken, erreichten wir schließlich den Wickersbergerhof.

Talwärts überquerten wir die Flughafenstraße und folgten der Beschilderung „Zum Brunnenweg“. Erst durch das Tal des Erlenbaches erreichten wir den Talgrund des Wogbachtales.

Das Wogbachtal ist ein beliebtes Ausflugsziel für Rad- und Wanderfreunde. Auf der Teerstraße hefteten wir uns an die Beschilderung „Zur Dorndorfhütte“.

Dicht auf den Fersen lies sich aber der Hunger nicht abschütteln. So krallten wir uns die nächste unkrautfreie Bank und mampften unsere mitgebrachten Leckereien. Am Ende des Tiefeltsbachtales liegt die obengenannte Hütte. Sie wird bewirtschaftet vom Saarland-Verein, Ortsgruppe Bischmisheim. Wir tappten den dritten Berg hinauf und erreichten den Scheitelpunkt. Unser nächstes Ziel war der Ort Sengscheid. Vorher kämpften wir uns aber durch ein Heer von gelbblühendem Ginster!

Die Gewissheit das Zecken diese Pflanze unheimlich gern als ihre Heimat betrachten, ließ uns Tempo aufnehmen. Bevor wir zeckenfrei (Sucht Euch immer ab!!!) den Ortsrand Sengscheid betraten, betrachteten wir die üppige Farbenpracht einer Wiesenfläche.

So gelangten wir zu unserem roten Flitzer und wundern uns über die frühe Tageszeit. So fix wie heute sind wir eher selten!

Fazit: Charmante 580 Höhenmeter überbrückt man auf diesem Weg dank der atemberaubenden Fernsichten und der Möglichkeit zur Einkehr spielend.


Zeitraum: Mai 2021



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