Bärenbachweg

Am Tag des Wanderns (14. Mai) besuchten wir den dritten Rundwanderweg der Gemeinde Illingen. Die Gesamtlänge von 8,4 Kilometern sind überschaubar und so zumindest von der Streckenlänge für Wanderanfänger und Familien mit Kindern geeignet. Die offizielle reine Gehzeit von 3,5 Stunden erscheint uns allerdings als deutlich zu hoch gegriffen, ihr solltet mit 2,5 Stunden rechnen. Aus Interesse haben wir Meinungen von Wanderern zu diesem Weg gelesen. Größtenteils decken sie sich mit unserer heutigen Erfahrung.

Ihr beginnt am Freibad in Uchtelfangen, wo ihr auch ausreichend Parkmöglichkeiten findet. Kurz bevor ihr gegen den Uhrzeigersinn in den Wald eintaucht, beginnt der Bamster Wald. Dies ist ein Naturerlebnisweg von circa zwei Kilometer Länge, der vor allem für Kinder konzipiert ist.

Richtig ausgeglichen waren wir noch auf dem ersten Kilometer. Er führte uns über schmale Wege durch den Laubwald.

Doch dann kam das böse Erwachen: Kaum am Georghof vorbei erwischte uns eiskalt ein Asphaltweg.

Dieser begleitete uns bis quer durch Wustweiler und bevor er in einem Schottweg überging.

Bergan bis zur einer Sinnesbank lotsten uns nun unsere Füße.

So ergab sich das einzige Highlight dieser Tour: Fantastische Weitsichten über das Illinger Land. Marco nutzte die Chance und kreiste mit seiner Drohne durch die Lüfte.

Wenige hundert Meter – endlich im Forst – konnten wir in der Nähe einer Schutzhütte einen Blick auf den Schaumberg erhaschen.

Verwundert nahmen wir aus der Ferne ein unterschwelliges Brummen wahr. Über eine Forststraße stießen wir auf einige Stationen des Naturerlebnisweges „Bamster Wald“, welche uns restlos begeisterten und zum Mitmachen animierten.

Je weiter wir voranschritten, desto mehr brummte, rauschte und jaulte es. Ganze 1,5 km verlief die Autobahn neben uns, zwar im Wald versteckt, aber ohne Chance diesem Geräuschpegel zu entkommen.

Irgendwann überquerten wir eine Hauptstraße, liefen an der Kartbahn vorbei und bogen hinab durch einen frisch gepflückten Wald auf geteerte Straße. In gerader Linie ohne größere Umschweife für gut 1,5 Kilometer trabten für unzufrieden und nicht erholt zurück zum Auto.

Fazit: Wer auch immer diese Tour geplant hat, ist kein Wanderer. 3 Kilometer Asphalt und 1,5km Kilometer Autobahnvergnügen bedeuten, das über die Hälfte des Weges für die Katz ist.  Also: Man kann ihn gehen, muss es aber nicht.


Zeitraum: Mai 2021


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