Saarland-Rundwanderweg, Etappe 13/17

Diese 23,5 Kilometer mit gut 700 Höhenmetern begann am Parkplatz des Naturfreundehauses in Kirkel. Von dort aus erreichten wir das Universitätsgelände des Saarlandes bei Saarbrücken, wo ihr an Wochenenden am Osteingang parken könnt. Unter der Woche steht Euch ein Wanderparkplatz direkt an der Dudweilerstraße zur Verfügung.

Schnurstracks marschierten wir in den frühen Morgenstunden am Waldrand entlang direkt zur Burg Kirkel. Diese sehr gut erhaltene Ritterburg aus dem 14. Jahrhundert wurde liebevoll und aufwendig restauriert und steht Besuchern offen.

Der Förderkreis Kirkeler Burg e.V. veranstaltet regelmäßig Mittelaltermärkte und betreibt die Ritterklause. Dort könnt ihr mit mittelalterlichem Flair im Biergarten „rülpsen“ und „schmatzen“. Eine großartige Umsicht auf die Gemeinde Kirkel ist inklusive!

Am Sportplatz vorbei leitete uns eine recht gute Beschilderung bis nach Hassel. Jener Wegabschnitt kann man als asphaltfrei, aber ereignislos und ideal zum Kilometer bollern bezeichnen. Kaum in Hassel angekommen, trabten wir über schmale Pfade entlang einer Eisenbahnstrecke. Über eine Besonderheit möchten wir Euch noch informieren: Fast die gesamte Strecke wird immer wieder mit freigegebenen Mountainbiker-Trails durchzogen. Also gebt Obacht! Wir streiften kurz den Ortsrand von Hassel und erklommen, leider über Asphalt, den Kahlenberg.

Hier befindet sich die Kahlenberghütte, welche auch zu bestimmten Zeiten bewirtschaftet ist. Wir hatten leider Pech, Corona sei Dank.

Wir nutzen die Fernsicht bis nach Spiesen-Elversberg um unsere dampfenden Füße Ausgang zu gewähren!  So gewonnen, so zerronnen, verloren wir unsere hart erarbeiteten Höhenmeter talabwärts, bevor wir richtig charmant den Rothenkopf hinauf „kraxelten“ durften. Das hört sich abenteuerlicher an, als es in Wahrheit war. Vorwiegend breite Wege begleiteten uns heute! Bergab stiegen wir bis zur Überquerung der A6, sagten St. Ingbert Süd kurz „Hallo“ und tauchten ein in den Wald bei Sengscheid.

Unser nächstes Highlight wartete schon auf uns: Das Naturdenkmal „Der Stiefel“. Diese ungewöhnliche Sandsteinformation soll in grauer Vorzeit ein Altarstein der Kelten gewesen sein.

Fast 17 Kilometer waren wir ohne größere Pause durchmarschiert, so dass wir nun unsere Mittagspause einläuteten. Gefüttert und getränkt „kletterten“ wir bis zur sogenannten Stiefelhütte bzw. Heinrich-Kohl-Hütte, welche 1912 vom Pfälzerwald-Verein gegründet wurde.

Über wunderschöne Singletrails stiefelten wir bergab und erreichten Rentrisch. Als Wahrzeichen von Rentrisch gilt der Spellenstein.

Dieses Kulturdenkmal stammt aus der Jungsteinzeit und diente als Kultstein für einen Fruchtbarkeitsgott. In neuzeitlichen Epochen diente er als Grenzstein. Quer durch das Dorf und schließlich schon wieder einen massiven saarländischen „Berg“ hinauf, erreichten wir nach circa drei Kilometern unser Ziel.

Fazit: Mit zwei PWV-Hütten, der Burg Kirkel und dem Naturdenkmal „Der Stiefel“ sind diese 23 Kilometer gut aufgestellt. Wer keine Waldautobahnen scheut und Höhenmeter mag, wird diese Etappe mögen.


Zeitraum: Mai 2021



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