Saarland-Rundwanderweg, Etappe 08/20

Hoffnungsvoll umringt von Sonnenstrahlen starteten wir diese Etappe im Örtchen Gehweiler bei Wadrill. Wir parkten erneut am Schützenhaus. Unser Ziel war der Ort Schwarzenbach, wo wir in der Nähe des Friedhofes einen kleinen Wanderparkplatz vorfanden. Gute 19 Kilometer wollten erwandert werden. Zum ersten Mal seit langem wechselten wir den Landkreis, und zwar von Merzig-Wadern nach Sankt Wendel. Diese Gegend wird auch das Sankt Wendeler Land genannt.

Wir fanden zu unserer Freude vom Anfang bis zum Ende eine ausgezeichnete und durchgängige Beschilderung vor.

Bergan an den Hängen des Preußenkopfes wunderten wir uns über eine Anzahl von ungewöhnlichen Skulpturen. Eine erinnerte uns an ein riesiges Feld des Spieles „Tic Tac Toe“, auch Käsekästchen genannt. Eine andere fügte sich fast schon harmonisch ins Landschaftsbild ein.

Nach kurzer Gehzeit erreichten wir das Bildstöckel des heiligen Klaus. Von hier oben hatte man eine fantastische Sicht auf Oberlöstern und Kostenbach.

In der Ferne entdeckten wir zwei seltsame Hügel mit steinernen Spitzen aufragen. Sie stellten sich als Monomentalgrabhügel aus der Keltenzeit heraus. Ihre prominente Lage ermöglichte es uns weit in das Land zu blicken.

Kurz vor Oberlöstern entdeckten wir nach einem sanften Abstieg einen Weiher. Ein großes Schild wies ihn als „Auf der Segelheck bei Ed“ aus.

Gemütliche 15 Minuten lag Sarah in der Sonne, während Marco die Umgebung erkundete. Bei Eintritt in Oberlöstern wurden wir von einem Osterhasen samt „Eierarmee“ begrüßt. Es waren sehr kreative Kinder dort am Werk.

Wir durchschritten Oberlöstern und Kostenbach, wobei wir die vielen toll renovierten Bauernhäuser bewunderten. Am Ortsausgang wandelten wir am Fuße des Bandelskopfes. Ein wunderschöner Forst, lichtdurchflutet und still, brachte uns an die Banngrenze des Landkreises Merzig-Wadern und des Landkreises Sankt Wendel.

Kein dicker grüner Oger, sondern der 535m hohe Berg Schreck begleitete uns bergab bis nach Nonnweiler. Bis hierhin liefen wir vorwiegend auf breiten Schotterwegen.

Kurz vor Nonnweiler begann die Wegführung zusammen mit dem Panoramaweg Sankt Wendeler Land zu verlaufen. Die Prims begleitete uns bis kurz vor ihrem Austritt aus der Talsperre. Ein kleines Stück streifte uns die Traumschleife Hubertusrunde. Auch der Saar-Hunsrück-Steig und der Primswanderweg fanden hier ihren Weg zusammen.

62 Höhenmeter erklommen wir über einen schmalen Pfad mit allerlei Treppen bis zur Staumauer der Primstalsperre. Diesen Stausee könnte ihr auf einem 11 Kilometer langen, teils flachen Rundweg bewältigen. Scharf begann uns der Wind um die Ohren zu sausen.

Mit Wagemut stieg Marcos Drohne über das langgezogene Gewässer hinweg. Ursprünglich wollten wir hier unser Mittagessen zu uns nehmen, aber das steife Lüftchen vermieste uns die Lust dazu. Also weiter für einen knappen Kilometer am Stausee entlang, wo wir wenig später auf die Traumschleife Dollbergschleife stießen. Mit minimaler Steigung vorbei am Kloppbrucherweiher ergatterten wir eine Bank in der Nähe eines Wanderparkplatzes. Ein älterer Weltenbummler samt Megaausrüstung lernten wir dort kennen. Er erzählte uns, das er seit den 90ern Jahren unterwegs sei und immer nur dort, wo es ihm gefiele ein paar Wochen bleiben würde. Respekt für diese Lebensart!

Direkt gegenüber unseres Ratsplatzes befand sich der Keltenpark Otzenhausen. Er ist ein Freilichtmuseum, welches ein nachgebautes keltisches Dorf beinhaltet.

Unser nächstes Ziel war der Ringwall Otzenhausen. Umgangssprachlich nennen ihn die Saarländer „Hunnenring“. Dieser riesengroße Ringwall ist keltischen Ursprungs und in Kombination mit dem Rundweg eine Reise wert.

Viele Infotafeln, Nachbauten und auch eine uralte Quelle laden Euch zum Verweilen ein.

Nach dem Erklimmen des Walles begann der eher gemütliche Teil dieser Wanderung.

Immer bergab auf breiten Weg trotteten wir bis nach Schwarzenbach. Wir hielten unterwegs noch ein freundliches Schwätzchen mit einer begeisterten Wanderin aus Kusel.

Einen besonderen Dank möchten wir noch an Marcos Freund Tim von Physiolymp-Saar richten, welcher dafür sorgte, dass nach einer schmerzhaften Woche Marco heute wieder einsatzbereit war.

Fazit: Eine klasse Beschilderung ohne Fehl und Tadel brachte uns vorbei an großen saarländischen Sehenswürdigkeiten! Wir freuen uns schon im Sankt Wendeler Land weiter zu wandern.


Zeitraum: April 2021



Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen