Saarland-Rundwanderweg, Etappe 07/20

Sonniges Osterwetter brachte uns nach Waldhölzbach. Dort, auf dem Parkplatz der Traumschleife Felsenweg begann unsere Wanderung. Sie sollte uns bis nach Gehweiler führen, wo wir am Schützenhaus eine Parkmöglichkeit fanden. Auf unserem Wandertachometer sollten heute stolze 19 Kilometer hinzukommen.

Am Einstieg der Traumschleife Felsenweg tauchten wir ein auf wundervolle Singletrails.

Als kleines Bonbon staunten wir über eine 1981 errichtete Mariengrotte direkt am Wegeanfang.

Der Tanz der Sonne durch die Stämme des Waldes zauberte traumhafte Silhouetten auf den Weg.

Große Brocken von Quarzitgestein wurden so in schimmerndes Licht gebracht.

Immer weiter bergan erklommen wir die Pfade. Wir waren knappe 2 Kilometer gekommen, als wir auf die Traumschleife 2-Täler-Weg stießen.

Sie sollte uns einige Kilometer treu bleiben. Kurze Zeit später kamen wir am Rande des Wander- und Wildpark Weiskirchen an. Wir empfehlen Euch das um das den Wildpark verlaufende Traumschleifchen Wildkatzenpfad zu erkunden. Es ist besonders geeignet für Kinder.

Am höchsten Punkt der Tour bei circa 660 Höhenmeter verbrachten wir gute 20 Minuten beim Schäkern mit Wisenten und Hirschen.

Vorbei an der rheinlandpfälzischen-saarländischen Grenze erreichten wir das Naturschutzgebiet Holzbachtal.

Gemütlich trotteten wir für gerade mal zwei Kilometer durch dieses idyllische Flusstal. Ganz am Ende freuten wir uns über eine kurze Pause an einer gepflegten Kneippanlage unterhalb der Hochwaldkliniken Weiskirchen.

Am Wanderparkplatz unterhalb der Klinik prangten große Infotafeln über die Traumschleife Wildnis-Trail Weiskirchen und die Traumschleife Hochwald-Pfad sowie des Saar-Hunsrück-Steiges. Erst auf Forstwegen, dann auf schmalen Pfaden erklommen wir eine kleine Anhöhe.

Sie führte uns in das Tal des Schlittentaler Baches. Unser Wanderherz öffnete sich beim Durchschreiten dieses Kleinodes. Ganze sechs Brücken wechselten sich beim Überqueren ab. Am Ende liegt das Herberloch. Mit menschlicher Hilfe wurde hier in der Mulde eines ehemaligen Steinbruches ein spiegelglatter See geschaffen. Ruhebänke laden ein zur Rast.

Immer noch auf dem Saar-Hunsrück-Steig verliefen die nächsten drei Kilometern äußerst entspannt.

Dann kam der Behlengraben. Diese prähistorische Schlucht aus der letzten Eiszeit dient als Regenablauf für den Schimmelkopf (zweit höchster Berg des Saarlandes). Mächtig steil führt er ins Tal des Wahnbaches.

Hier beobachten wir etwas, was uns richtig wütend machte. Vier junge Burschen mit deutlich zu viel Energie hoben und schlugen das Geländer einer Holzbrücke kaputt. Sarah fuhr aus der Haut und stellte sie in den Senkel. Äußerst kleinlaut brummten die Jungs reumütig. Wir hoffen, es hat gefruchtet. Am Ende des Wahnbachtales ging es einmal kräftig bergan und wir folgten dem Saar-Hunsrück-Steig bis zum Bremerkopf.

Und jetzt stellt euch vor: Die Beschilderung war wieder da! Welch seltsame Fügung des Schicksals… Wir ignorierten den GPX-Original-Track. Zwar aus älteren Markierungen bestehend, geleitete uns diese sicher bis nach Reidelbach.

So ein niedliches Dörfchen sieht man selten. Auch ein älterer Bewohner, welcher seine Pferde gerade in den Stall führte, freute sich über ein Gespräch mit dem Thema Wandern. Am Ende des Ortes haben einige Bewohner liebevolle und wunderschön gestaltete Osterdekorationen aufgebaut. Herzlichen Dank dafür!

Noch zwei Kilometer trennten uns bis zum Ziel nach Gehweiler. Zumindest hielten die Markierungen den Weg bisher durch.


Fazit: Durch die zahlreichen kleinen Highlights, wie den Wander- und Wildpark Weiskirchen, das Herberloch und die idyllischen Bachläufe empfanden wir diese Etappe als die Schönste der letzten Sechs. Wenn ihr auf wenig überlaufenden Wege marschieren möchtet, so solltet ihr dies aber nicht an Feiertagen oder Wochenenden tun.


Zeitraum: April 2021



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