Saarland-Rundwanderweg, Etappe 03/20

Dank eines unerwarteten Kälteeinbruches bibberten wir heute Morgen am Startpunkt unserer Etappe an der Villa Borg.

Auf uns warteten etwa 24 km. Ziel unserer heutigen Etappe war Nennig, wo auch unser zweites Auto am Bürgerhaus wohlbehalten stand. Noch keine 300 Meter und wir waren wieder auf unserem beschilderten Weg angekommen.

Dick eingemummelt trabten wir gemütlich über einen breiten Forstweg. Mitten auf einer Lichtung informierte uns eine Einheimische darüber, dass es hier auf der Ebene immer 3 Grad kälter als im Moseltal sei. Wir glaubten ihr aufs Wort!

Es kamen die ersten Häuser von Borg in Sicht. Hier war guter Rat teuer: In Borg selbst ist die Beschilderung Mangelware und wir konnten nur dank unserem Navi den rechten Weg finden.

Nach dem Überqueren einer Landstraße ging es weiter nach Eft. Landschaftlich waren wir sehr angetan von den zarten Hügeln mit frisch geeggerten Ackerschollen und den mistelbehangenen Streuobstwiesen.

Kaum in Eft wurden wir förmlich von Schildern erschlagen, was uns auch so bis zum Ende der Etappe erhalten blieb. Es gibt nur eine Stelle kurz nach Eft nach der Überquerung der Autobahn, wo ihr euch nach links halten müsst.

Eft ist ein wunderschönes, malerisch gelegenes Bauerndorf. Jede Menge historische Gebäude sind liebevoll renoviert und scheinen auch rege genutzt zu werden. Wir folgten der richtigen Abzweigung und streiften die französische Grenze.

Es war schon ironisch, dass links der französische Schlamm genauso matschig war wie der Deutsche. Die nächsten zwei Kilometern liefen wir durch das Naturschutzgebiet Hammelsberg.

Zu unserer Freude kam endlich der ersehnte Waldboden zum Einsatz.

Auf den Pfaden des Saar-Hunsrück-Steiges, der Traumschleife Panoramaweg Perl, nicht zu vergessen auch des Moselsteiges, flanierten wir frohgemut.

Schließlich gelangten wir schließlich zum Dreiländerblick.

Hier kann man Deutschland, Frankreich und Luxemburg auf einmal bestaunen.

Eine kleine Pause legten wir 400 Meter vorher an einer Schutzhütte mit traumhaftem Blick auf das Moseltal ein. Nicht so schön war das Schreiten durch Perl für fast zwei Kilometer. Das Einzige, was uns versöhnte war die riesige Portion Pommes, welche wir uns an einer Bude gönnten.

Schmatzend liefen wir an das Moselufer. Hier begann unsere Odyssee… 10 Kilometer entlang des Moselufers auf Asphalt. So charmant die Mosel dahin fließt, auch hübsch anzusehen mit den Weinbergen auf Luxemburger Seite, gepaart mit jede Menge Schiffen, so enttäuscht waren unsere Füße.

Positiv an dieser Strecke war das Naturschutzgebiet Moselaue.

Es liegt kurz hinter Besch und beherbergt jede Menge interessante Fauna und Flora.

Ganz am Ende wurden wir schnatternd begrüßt. Eine große Scharr Wildgänse pickte auf den Schwemmwiesen nach Futter. Wir konnten ganz nah heran, denn einige Exemplare watschelten vor uns auf dem Weg. Im Gänsemarsch mit großer Vorsicht bewegten wir uns durch die Meute.

Wir passierten den noch leeren Campingplatz, bogen kurz dahinter auf die Hauptstraße von Nennig und schwenkten nach rechts in die erste Ausfahrt des Kreisels ein. Noch keinen Kilometer später erreichten wir unsere Vehicle.


Fazit: Äußerst unvorteilhaft ist der hohe Asphaltanteil der letzten 10 Kilometer. Für Wanderer kann dies zu brennenden Füßen, selbst mit guter Ausrüstung führen. Wir hätten uns gewünscht, das die Verantwortlichen Alternativen, zum Beispiel durch das Naturschutzgebiet (Wege sind vorhanden), geplant hätten. Landschaftlich war auf den ersten 15 Kilometern alles was das Herz begehrt.


Zeitraum: März 2021



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