Premiumwanderweg Hangarder Brunnenpfad

Zusammen mit Toppers vom YouTube-Kanal „Toppers Adventures“ eroberten wir heute diese 15 km lange Rundtour. Sarah freute sich riesig, denn das Ostertal ist ihre alte Heimat. Wir drei starteten an der Ostertalhalle in Hangard. Eine gute Parkmöglichkeit findet ihr dort. Im Uhrzeigersinn trotteten wir gemütlich die Höcherbergstraße bis zum Sportplatz, damit endet auch schon der Asphaltanteil bis kurz vor Schluss. Sarah wies uns auf die alten dörflichen Strukturen hin und gab uns die eine oder andere Anekdote über Hangard zum Besten. Hinter dem Sportplatz schritten wir durch ein großen einladenden Holzbogen.

Auf butterweichem Waldboden mit Singletrails trabten wir bis zum Kamaradschaftsbrunnen. Wir genossen kurz vorher die leider zugewachsene Aussicht auf das Kerbacher Loch.

Die vielen kleinen Rinnsale, welche den „Wasserberg“ (einheimisch) säumen, bilden wunderschöne Kerbtäler aus.  Am besagten Brunnen angekommen, fasste Topper den Beschluss von jedem Brunnen das Wasser zu kosten. Mit dem ersten flüssigen Nass war er zufrieden.

Nach circa drei Kilometern erreichten wir das erste Highlight dieser Tour: Das Schönbachtal. An dieser Stelle läuft ihr direkt neben dem Bach entlang. Wir kennen die Strecke aus dem Sommer, so dass wir um seine Schönheit in allen Jahreszeiten wissen. Noch ein kleiner Hinweis: Es gibt auch noch eine Hochwasserumgehung! Unsere erste kleine Pause erfolgte nach circa 4,5 Kilometern.

Hier befanden wir uns an der Eberts -Quelle, dem zweiten Brunnen. Sarah und Topper beschlossen, dass das Wasser leicht „mehlig“ schmeckte. Nun begann der Münchwieser Bann.

Durch den Teufelsgraben gelangten wir auf den einzigen offenen Abschnitt. Ihr könnt malerische Steuobstwiesen und den plätschernden Saubach entdecken. Nach der Überquerung checkte Marco, das hier ein Drohnenflug möglich ist. So wurde kurzerhand die Drohne ausgepackt.

Die Jungs jagten das Spielzeug in die Luft, Sarah fotografierte lieber die Fauna und Flora.

Den Aufstieg bis zum Rastplatz „Heiligenwiese“ wurde schnaufend wenige Zeit später geschafft.

Sarah erklärte Topper, dass die ganzen Rastplätze und Schutzhütten in Eigeninitiative von Hangarder Bürgern fertig gestellt worden sind. Hier noch mal einen großen Dank an die Ehrenämtler. Wir folgten der Wegführung und gelangten über schmale Pfade bis zum Steinernen Mann. Dies ist eine römische Säule, dessen Sockel als Nachbau den Tilemann-Stella-Platz säumt. Dieses historische Denkmal stand ursprünglich als Wegekreuz 150 Meter oberhalb des jetzigen Punktes. Das Original befindet sich in Speyer.

Weiter zum Frankenbrunnen, dessen Wasser laut Topper etwas „algig“ schmeckte.

Durch den vorfrühlingshaften Laubwald spazierten wir bis wir mitten auf dem ausgewiesenen Wanderweg zwei junge Menschen mit geländegängigen Motorrädern trafen.  Davon abgesehen, dass diese Fahrzeuge mitten im Wald verboten sind, so stören sie mitten in der Natur die Tierwelt und verpesten die Luft. Die Bodenbeschaffenheit und Infrastruktur, welche die freiwilligen Helfer geschaffen haben, sind für diese starken Maschinen nicht ausgelegt und werden dadurch zerstört.

Der Karlsbrunnen war unser nächstes Ziel. Geschmacklich wieder „algig“. Irgendwann erreichten wir die bewirtschaftete Steinberg-Hütte. Eine größere Rast mit sämtlichen Leckereien wurde ausgiebig zelebriert.

Im weiteren Verlauf verzichteten wir auf das geschmackliche Erlebnis am Hollerbrunnen, denn hier ist eine Wasserentnahme nicht möglich.

Ein recht charmanter Anstieg brachte uns zu einer Gruppe von Sinnesbänken. Im warmen Gras genossen Topper und Sarah die fantastische Aussicht über Hangard und über die umgebende Landschaft. Marco cruiste mit seiner Drohne durch die Lüfte.

Über den sogenannten Panoramaweg erreichten wir schließlich den Bruderbrunnen. Brüderlich bescheiden war der Genuss dieses Nasses. Wir wanderten anschließend bergan bis zur Aussicht des Lichtenkopfes. Es galt die zweite großartige Fernsicht zu bestaunen. Es erfolgte der Abstieg von 440 Höhenmetern auf circa 300 Höhenmetern.

Der Eingang zum Zimmermannsfels beglückte uns mit kleinen Brückchen, bis wir diesen massiven Felsen betrachten konnten.

Endlich im Tal der Oster schritten wir frohen Mutes an der Dietzlochquelle vorbei und erreichten die ersten Häuser von Hangard. In der Straße „Zum Zimmermannsfels“ bogen wir rechts zum Ausblick „Bischlott“ (einheimisch für diese Gegend) ab. Sarah konnte ihr Elternhaus in der Ferne begutachten. Erneut in der Zivilisation trotteten wir durch die Straße „Kirchhofwiesen“, schwenkten links an der katholischen Kirche wieder in die Straße „Zum Zimmermannsfels“ ein.

Der letzten Brunnen erwarteten uns in der Dorfmitte, der sogenannte Dorfbrunnen. Er ist der Jüngste und wurde 1991 errichtet. Kurze Zeit später kam unser Fahrzeug an der Ostertalhalle in Sicht.

Wir krönten das Ende des Tages mit einem leckeren Eis vom Eiscafé Italia in Wiebelskirchen ab.

Fazit: Ein idealer Wanderweg zu jeder Jahreszeit, der eine gute Kondition erfordert. Die sieben Brunnen, zahlreiche liebevolle Rastplätze, jede Menge Wasser und zwei richtig gute Aussichten verleihen diesem Premiumwanderweg seinen eigenen Charme. Noch ein Tipp: Die Einkehr nach circa 10 Kilometern an der PWV Hütte rundet die Wanderung ab.


Zeitraum: März 2021



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