Panoramaweg Sankt Wendeler Land – Etappe 04/06

Panoramaweg Sankt Wendeler Land – Etappe 04/06

Saarländer machen Urlaub im Saarland

Heute begann unser Wandertag dank der “geschäftigen” Nacht mit müden Augen und schweren Gliedmaßen. Da unser Abendessen einfach mega war, waren die Erwartungen ans Frühstück ähnlich. Wir wussten, das wir Dank Corona-Virus kein Frühstücksbuffet bekommen würden… aber die beim Aufschneiden quietschenden Brötchen waren echt der Hammer.

So zogen wir leicht gefrustet in Richtung Dorfmitte von Nonnweiler mit dem Wissen, das uns dort eine Bäckerei erwartete. Direkt neben der Bäckerei (Ecke In der Seiters/ Trierer Straße) bog auch schon der offizielle Weg der 4. Etappe ab.

Von weiten hörten wir schon die A1 dröhnen so dass kurze Zeit später eine Überquerung über eine Brücke nach 1,3 km erfolgte. Auf den nächsten 3km wechselten sich Asphalt und Waldautobahnen ab.

Landschaftlich ergaben sich immer wieder vielfältige Eindrücke…Wir folgten dem Verlauf der Prims, Allerdings erhöht, nie direkt ab Fluss. Schade.

Nach 4,1 km kam dann unsere erste “kurze” Pause an der Schutzhütte Spillert: Erst mal Schuhe aus, Kekse gefuttert und auch Marcos Schokoweck musste dran glauben – Jetzt wurde es ein wenig bizarr: Kontrollbesuch von einem älterem Herrn, der in seinem uralt Benz vorfuhr. Wir vermuten, das die Hütte über eine Kamera verfügt… anders konnten wir uns seine Stippvisite nicht erklärte. Froh jemand zum “Reden” zu ergattern, wurde uns ausführlich erklärt, das dies mal ehemaliger Steinbruch war, der von Jägern als Schießübungsplatz verwendet wurde. Kaum war der Mensch weg, schwups waren wir wieder auf Schusters Rappen.

Leider war uns das Schicksal nicht hold… mitten in der beginnenden Hitze mussten wir einen guten Kilometer an einer viel befahrenden Landstraße samt Unterquer der A1 latschen. Irgendein Mensch am PC ohne Wandererfahrung muss diesen Abschnitt geplant haben… Endlich konnten wir in einen Feldweg rechts einbiegen. Die nächste Ernüchterung: unser Weg sollte quer durch den Ort Braunshausen führen… nö sagten wir uns. Dank Navi-App fanden einen wir einen passablen Waldweg zum Parkplatz am Peterberg. Dort wären wir auch auf der geplanten Tour rausgekommen.

Der Peterberg mit seinen 584 Höhenmeter erwartete uns. Für alle Nicht-Saarländer: Bekannt für seine Sommerrodelbahn und falls mal Schnee fällt, auch das einzige “Skigebiet” im Saarland.

Wir überwanden 140 Höhenmeter in 900m Gehstrecke und zwar über Serpentinen mit Treppen. Jede Bank war uns, jeder erklommene Stufe gefeiert und jeder Ausblick doppelt genossen.

Gerade mal 9km waren geschafft… es fühlten sich wie 30 an… diese schlaflose Nacht kostete ihren Tribut. Pause an der Peterbergkapelle. Vielleicht einer der Gründe, warum der Peterberg auch Hexenberg genannt wird: Hier wurde im 13. Jahrhundert am ehemaligen Platz eines Opferaltars eine Holzkapelle errichtet. 1982 wurde dann die jetzige Steinkapelle errichtet.

Gute 2km marschierten wir mit wenig Schatten, aber frohen Mutes dank der unzähligen Panoramen über einen Bergrücken sanft bergab.

Dann wurde unsere unterschwellige Hoffnung erhört: Schatten. Ein schöner Mischwald mit normalen Waldwegen brachte uns bis an den Ortsrand von Selbach. Wir hätten die Nahequelle gerne besucht, aber dort tummelten sich Familien mit Kindern (Corona, wir halten Abstand). Übrigens für diejenigen, welche Nachwuchs haben: dort ist ein kostenloser Wildpark und Streichelzoo, eine Grillhütte, ein Spielplatz, eine Nahequelle zum Planschen und ein Rundweg von 2km, der Kinder zum Turnen und Entdecken animiert.

Eine Mischung aus offenen Feldwegen, Schotterpisten und auch ein bißchen Asphalt führte uns dann nach 4,5 km endlich zum Hofgut Imbsbach (www.hofgut-imbsbach.de).

Hier wurden wir vom Juniorchef persönlich begrüßt. Es stellte sich heraus, das wir die einzigen Gästen waren. Die haben extra für uns aufgemacht… ihren Koch am Ruhetag etwas für uns kochen lassen… und die Chefin selbst hat uns unsere Getränke gebracht… und wisst ihr was… ein so mega-gutes Gemüse-Quiche habe ich noch nie gegessen. Marco hat mit Inbrunst Spinatknödel gefuttert (ja, er isst auch mal Gemüse)!

Fazit: Ausgeruht hätten wir die Vielfalt dieser Tour genießen können. Gespeist haben wir wie Könige!


Zeit in Bewegung: 07 Stunden 18 Minuten
Distanz: 21,2 km; Geschwindigkeit: 2,9 km/h
Bergauf: 370m; Bergab: 410m
Zeitraum: Juni 2020


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