Panoramaweg Sankt Wendeler Land – Etappe 02/06

Panoramaweg Sankt Wendeler Land – Etappe 02/06

Saarländer machen Urlaub im Saarland

Total relaxt wachten wir in der Ferienwohnung NixwieGlück (https://www.ferienwohnung-nixwieglueck.de/) auf. Unsere heutige Etappe verlangte uns geplante 28 km ab. Es wurden nur 24,7 km, warum dazu später mehr. Fast 500 Höhenmeter standen auf dem Programm. Fazit des ersten Morgens: Freudige Spannung auf den zweiten Tag stieg, die bange Frage nach brennenden Fußsohlen plagte uns. Unser getrackter Startpunkt ist die Ecke Baumholdstr. /Schulstr. in Freisen. Ursächlich war unser dringender Wunsch nach frischer Wegzehrung, die Marco mit Corona-Mundschutz in einer Bäckerei erwarb.

Nach 1,2 km durch das morgendliche Freisen konnten wir feststellen, dass die Freisner ein redseliges Völkchen sind. Wir wurden dreimal angesprochen, was wir denn mit unseren Rucksäcken so vor hätten. Uns wurden auch von einem älteren Herrn eigene Wander-Anekdoten voller Elan vermittelt. Endlich konnten wir Freisen verlassen. Es wurde so langsam deutlich, dass es sehr warm – fast schon schwül – werden würde. Durch Wald und Flur mit Blick auf das Fabrikgelände der Hörmann KG gelang uns die Überquerung der L133 nach zwei Kilometern Wegstrecke.

Der nachfolgende Teer bot uns als Entschuldigung Ausblicke bis nach Freisen und auf das Umland.

Nach 3,5 km kamen wir an die Kneipp-Wassertretanlage Freisen. Ich selber nahm mit vollem Genuss ein Armbad, während Marco, meine alte Frostbeule, sich vor dem Wasser drückte.

Gute fünf Kilometer waren nun geschafft, als wir – oh welch eine Freude! – fast 400m auf der L315 bewältigen mussten. Wir sahen uns schon die ausgewiesenen 2 km nach Hahnweiler bergauf auf unserem geliebten Asphalt stiefeln, da bogen wir schon rechts nach 100m in ein kleines Feldwegelein ab.

Dieses führte uns entlang des Riemenbaches mit ganz vielen kleinen gestauten Mini-Weihern.

Nach 6,5 km dann das Highlight der zweiten Etappe: Ausblicke vom Hochplateau des Falkenberges… so weit, das wir uns wie auf Alpengipfel wähnten.

Hier zu einem Manko: keine Bänke bis zum zehnten Kilometer. Den Platz schnappten wir uns… aßen unsere Landjäger, Brötchen und selbstgebackenen Müslikekse zu Mittag. Nach der Pause zeigte sich gut 1 km ein ereignisloser Schotterweg nach unten. Nächstes Ziel: Wolfersweiler, das wir nach gut 1,5km entlang einer heißen baumlosen Landstraße erreichten. Quer durch Wolfersweiler trabten wir. So bogen wir in die Straße “Zum Alhopp” (kein Witz) ab. Marcos Füßchen brannten immer mehr… noch keinen Kilometer weiter ergatterten wir erneut eine Bank. Begrüßt von einer aufdringlichen miauenden Katze, welche mein Herz erweichte. Das Mitleid verschwand aber fix als sie meinen Keks verschmähte. Der Hunger konnte nicht groß sein.

Nachdem wir wieder ewig auf Asphalt liefen, frohlockten wir als nach 14 km Wegstrecke endlich Wald und somit auch ein weicher Waldboden auf uns wartete. Ich hörte Marcos Füßen erleichtert aufseufzen. Gute 2,5 km später kamen wir in Walhausen an… wieder Pause für Marcos Füße auf der heißesten Bank in der prallen Sonne. Ich war ganz leicht genervt, denn zu viel Sonne und meine helle Haut enden in Sonnenbrand. So drängte ich den Fußgequälten weiter.

Die nächsten 5 Kilometer bis zur Elzenberger Mühle waren zäh wie Juchtenleder. Der Asphalt hörte nicht mehr auf, das Panorama war spärlich und das einzige Plus war der Schatten. Hier streikte ich: Neunkirchen/Nahe war am Horizont in greifbarer Nähe und wir sollten erst einen 4 km langen unnötigen Schwenker Richtung Bostalsee latschen. Nein, nicht mit mir und auch Marcos Zehen wackelten nickend. Wir nahmen den direkten Weg.

Unsere Ferienwohnung Seestern in Neunkirchen Nahe (https://www.ferien-bostalsee.de/) war sehr maritim eingerichtet. Wir haben uns mit der Einrichtung sehr wohl gefühlt. Die Heizung war leider schon zentral ausgestellt worden, so dass wir die Eigentümer bitten mussten sie wieder anzustellen. Das wurde prompt erledigt und so verlebten wir eine gute Nacht.

Fazit: Spektakuläre Ausblicke vom Falkenberg konnten leider nicht den erneut recht hohen Asphaltanteil ausgleichen!


Zeit in Bewegung: 08 Stunden 36 Minuten
Distanz: 24,7 km; Geschwindigkeit: 3,1 km/h
Bergauf: 520m; Bergab: 560m
Zeitraum: Mai 2020


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