Panoramaweg Sankt Wendeler Land               Etappe 01/06

Panoramaweg Sankt Wendeler Land Etappe 01/06

Saarländer machen Urlaub im Saarland

Unsere Planung vor der Corona-Pandemie sah uns in einem anderem Bundesland, nämlich Hessen. Dank der Unsicherheit, ob und wo wir dann unsere geplante Etappenwanderung auf dem Grimmsteig verbringen würden, hatten wir uns beschlossen hier in heimischen Gefilden unser Saarland zu entdecken. Wir möchten Euch auf unsere Entdeckungsreise in unser schönes Bundesland mitnehmen. Auch ist es unser Ziel Euch zu motivieren, das man nicht immer in die Ferne schweifen muss, um einen erholsamen und spannenden Urlaub zu erleben.

Der Panoramaweg Sankt Wendeler Land ist ein Etappenweg mit 127 km. Die Länge der einzelnen Etappen variiert geringfügig deshalb, da wir sie an die Übernachtungsmöglichkeiten angepasst haben. Die erste Etappe war ca. 30 km lang.

Der Startpunkt war die Basilika St. Wendelin in der Stadtmitte der Kreisstadt St. Wendel.

Morgens um 6:30 Uhr fuhren wir samt obligatorischer Maske mit dem Zug nach St. Wendel. Unsere treuen Begleiter, unsere ca 9kg -federleichten- Trekking-Rucksäcke, auf dem Rücken brachten uns durch die Bahnhofstraße direkt zu unserem verdienten Frühstück in einer Bäckerei in der St. Wendeler Innenstadt.

Um 8:15 Uhr ging unser Marsch am Startpunkt los. Wir können Euch übrigens nur empfehlen die Basilika zu den Öffnungszeiten zu besuchen, sie hat ein fantastisches Innenleben. Auch die ganze Altstadt in St. Wendel mit ihren zahlreichen Cafés und Restaurants ist einfach nur liebenswert.

Durch die Wendelinusstraße geleitete uns die Route zum Kapellenweg, an deren Ende durch eine schöne alte Allee durch die wir am Ende die Wendelinuskapelle erreichten. Einen kurzen Anstieg später kamen wir am Missionshaus der Steyler Missionare (Heute ein Internat) vorbei. Hier wieder ein Insider: Im Nachbargebäude findet eine riesige Krippenausstellung aus aller Welt in der Weihnachtszeit ihr Zuhause, wirklich sehenswert. Durch einen alten Baumbestand ging es schattig bis kurz vor den Wendeliniushof (www.wendelinushof.de). Hier könnt ihr auch super essen, Pflanzen in der Gärtnerei erstehen oder im Hofladen regionale Produkte erwerben.

Durch eine kleine Unterführung an den Kuhställen vorbei, gelangten wir an eine Abzweigung, der wir nach rechts folgten. Wir waren erstaunt, als wir bemerkten, das die ersten 3,5km schon auf unserem Konto gelandet waren.

Unser nächstes Ziel lag im Tal: Werschweiler. Nicht nur, das ich in diesem kleinen Ort meine Party zu meiner Kommunion feierte, nein… er ist auch unserer Einstieg ins Ostertal auf unserem Rundweg durch das St. Wendeler Land. Bergab wechselten sich Asphalt und Schotter noch ab, später sollte der Teer unser “bester” Freund werden. Trotz allem waren die Aussichten ins idyllische Ostertal mit seinen Streuobstwiesen und sanften Hängen ein wundervolles Highlight für uns.

Von Werschweiler aus führte uns eine schmale Landstraße nach Niederkirchen. Dieser Teil war wirklich öde. In Niederkirchen angekommen, sandte Marco seinem Arbeitskollegen Alexander eine WhatApp… und schwups oben am Berg, nachdem wir Niederkirchen und Saal durchquerten, fand uns am Berg Marcos Kumpel. An der Schutzhütte Lauberberg quakten wir zusammen, aßen Kekse und verabschiedeten uns nach ca. 30 Minuten. Diese Pause war nach ca. 10km auch bitter nötig.

Ganze 4,5 km machte der Panoramaweg nun seinen Namen Ehre: Entlang eines Waldesrandes, vorbei an Feldern und Wiesen waren weite Ausblicke ins Umland das Programm. Der kleine Ort Bubach lag immer in verschiedenen Winkeln in unserem Blick.

Wir überquerten die Landstraße von Bubach nach Krottelbach (Pfalz). Jetzt ging es echt steil hoch. Die Sonne hüllte uns in ihre warme Strahlen, während sie heimlich durch den Wind getarnt, meiner Haut einen charmanten Sonnenbrand verpasst.

Auf dieser Anhöhe beobachteten wir etwas Ungewöhnliches: Ein junger Mann kam uns entgegen… plötzlich heulte ein schriller Feuerwehrsirenenton aus dem Pieper des Jungen… in seiner Eile schleuderte er seinen Piper, 2m weiter ins Feld und flitze los… stoppte abrupt und suchte panisch das gute Stück… wir konnten ihm die Flugrichtung weisen… zum Glück wurde er fündig und wir hoffen für ihn, dass er noch rechtzeitig zu seinem Einsatz kam.

Über diese Feldwege schickte uns die Beschilderung bis nach Osterbrücken. In diesem beschaulichen Örtchen wurden wir von Bettina und Gerd (Eigentümer und unsere Vermieter für diesen Abend) zu einem kühlen Getränk eingeladen. Unsere kleine Pause dauerte eine gute Stunde, in der wir uns richtig gut mit den beiden unterhalten haben. Gute 2,5 Kilometer später bot sich uns ein Ausblick ins Ostertal vom Windpark am Steinhübel. Hier sollte ich noch erwähnen, das wir um uns den zu verdienen, auch mächtig ins Schwitzen kamen… es ging heftig steil nach oben.

Bei Kilometer 24,5 teilten wir uns unsere Spur mit jede Menge Radlern (Leider nicht die kühlen zum Trinken). Wir waren auf dem Fritz-Wunderlich-Radweg. So erreichten wir Oberkirchen über das alte Eisenbahn-Viadukt.

In Richtung Weiselbergbad haltend, erklommen wir einen deftigen Anstieg um dann endlich – fertig wie die Quetsch – den Ort Freisen zu erreichen. Nach 30 km und 9 kg Marschgepäck brannten uns die Fußsohlen. Freudig überrascht waren wir, als wir die Tür der Ferienwohnung “NixwieGlück” (www.ferienwohnung-nixwieglück.de) öffneten. Wir wussten, dass wir die allerersten Besucher dieser neu renovierten Behausung waren, aber das es sich so herrlich modern und frisch präsentiert, damit hatten wir nicht gerechnet. Herzlichen Dank nochmals an Bettina und Gerd, dass sie uns das ermöglicht haben.

Fazit: Einzigartige Ausblicke lassen 80% Asphaltanteil fast vergessen, nur unsere Füße verzeihen dem Teer nicht!


Zeit in Bewegung: 09 Stunden 19 Minuten
Distanz: 30,0 km; Geschwindigkeit:3,4 km/h
Bergauf: 790m; Bergab: 580m
Zeitraum: Mai 2020


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