Strauch's Wanderlust

Premiumwanderweg Itzenplitzer Pingenpfad

Es lockten uns Sonnenschein, kleine Schäfchenwolken und die zwitschernden Vögel aus unserer Behausung: Der Premiumwanderweg Itzenplitzer Pingenpfad, der mit 8,4km Länge angegeben ist, wurde unser Ziel. Wir fragten uns: was ist eine Pinge? Dank Internet wurden wir schlauer: Eine Pinge (oder Binge) ist eine keil-, graben- oder trichterförmige Vertiefung, die durch Bergbautätigkeiten entstanden ist.

Start und Ziel ist das Naherholungsgebiet Itzenplitzer Weiher, laut Hinweisschild bestechend durch größtenteils naturnahe Pfade. Mal sehen, dachten wir uns, ob sich dieses Versprechen bewahrheitet. Die Gastronomie sollte auch üppig sein: die Gaststätte “Zum Itzenplitz”, Fischerhütte, Weiherklause und das Restaurant “Alt-Steigershaus”. Eines muss man sagen, der Einstieg ist gut gekennzeichnet: ein riesiger Rundbogen aus Metall, wahrscheinlich mit Bergmannhistorie. Tipp: Samstags und Sonntags ist rund um den Weiher ziemlich viel los, man kann schon von Menschenmassen sprechen. Mit dem Waldparkplatz ist man zwar gut bedient, aber die weihernahen Parkplätze sind dann immer dicht. Richtig klasse möchte ich noch eines vorwegnehmen: Am Wegesrand findet ihr immer wieder Hinweisschilder, die mit QR-Codes versehen sind, sodass auch die Technikaffinen nicht zu kurz kommen.

Die ersten 300m liefen wir durch nen kleinen Birkelhain, sehr Allergiker freundlich dachte ich nur. Nach ca. 300-400m gelangten wir an einen idyllisch gelegenen Aussichtpunkt mit Sinnesbank mit Blick auf den Itzenplitzer Weiher. Wir konnten sogar sehen, wie sich das kleine Türmchen sich im Wasser spiegelte.

Nach 800m recht schönem Waldweg bogen wir dann rechts auf eine stark frequentierte Waldautobahn bevölkert von Nordik-Walkern, Wanderern, Joggern und Fahrradfahrern ohne Hupe. Nach ca. 1,3km erblickten wir den hinteren Teil des Itzenplitzer Weihers. Hier kann ich auch die klare Empfehlung aussprechen, das der kleine Rundweg von ca. 1,5km um den Weiher für einen kleinen Sonntagsverdauungsspaziergang durchaus geeignet ist. Jetzt im Frühjahr ist es noch recht kahl hier, aber der eine oder andere Zweig zeigt seine Knospen und auch der Märzenbrecher blitzt weiß blühend zwischen den Sträuchern hervor. Marco wurde zudem von einem älteren Ehepaar fragend beäugt… sie dachten, er käme auf Grund des Puschel vom Mikrofon vom Fernsehen.

Wir folgten dem Rundweg ca. 300m, bevor wir dann wieder auf einer Waldautobahn in Richtung Erkershöhe marschierten. Als kleine Besonderheit ist der Verlauf des Baches zu nennen, dem wir, nachdem wir von der Waldautobahn links abgebogen sind, zunächst begeistert folgten. Freudig bemerkte ich die zunehmenden Matschflecken an meiner Hose.  Trotz Sonnenschein der letzten Tage beschenkte uns Mutter Natur mit feuchter Erde auf dem Pfad. Zweimal überquerten wir den Bach: Einmal mitten durch und das zweite Mal über ein altes Wehr.

Ca. 1,4km lang verwöhnte uns der Weg mit dem Anblick des Baches, bevor wir wieder 1,5km auf einem breiten Schotterweg latschen mussten. So präsentierte sich uns wenig später die leicht baufällige Schutzhütte St. Barbara, welche uns zu einer kurzen Rast einlud. Hier waren wir noch ungefähr 2,4km vom Alt-Steigershaus und vom Pingenfeld ca. 2,8km entfernt. Ganz nah schlängelte sich der Pfad an der Windkraftanlage Erkershöhe vorbei. Uns fiel positiv auf, das immer wieder Kilometerangaben alle 1000m beschildert sind.  Das kennen wir sonst nur von Traumschleifen. Einige hundert Meter vor dem Alt-Steigershaus versperrten einige umgestürzte Bäume den Weg. Leider macht das den Weg für weniger agile Wanderer unpassierbar.

Hinter dem Alt-Steigershaus bogen wir links in den Laubwald ab. Die Grube Itzenplitz ist laut Hinweisschild nach 1,6km erreicht, das Pingenfeld in 400m.  Leider konnten wir dank dem üppigen Bewuchs und einen altersschwachen Zaun keine guten Einblicke auf den Förderturm oder anderer Teile der Grube Itzenplitz erhaschen. Schnurstracks führte uns nun der Weg zum Itzenplitzer Weiher, den wir halb umrundeten und uns wieder zum Parkplatz zurück brachte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit: Von dem kleinen blockierten Stück in der Nähe der Erkershöhe abgesehen, ist dies auf Grund der kurzen Strecke und auch wegen des einfachen Verlaufes eine absolute Anfängertour. Alternativ kann der Pfad auch mit den beiden Redener Bergbauwegen kombiniert werden, sodass auch für geübte Wanderer eine längere Strecke herauskommt. Die Gastronomie ist hier gut aufgestellt, sodass wenn man die Öffnungszeiten beachtet, eine Rucksackverpflegung nicht unbedingt erforderlich ist.

Zeit in Bewegung: 02 Stunden 03 Minuten
Distanz: 8,41km; Geschwindigkeit: 4,1km/h
Bergauf: 140m; Bergab: 150m
Zeitraum: März 2019


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2 thoughts on “Premiumwanderweg Itzenplitzer Pingenpfad

    1. Hallo Bianca,
      sorry für die späte Antwort. Danke für dein positives Feedback und bitte für den Tipp. 😉 Liebe Grüße Sarah und Marco

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