Strauch's Wanderlust

Saarland-Rundweg Etappe 03/20

Ganz lieben Dank an dieser Stelle schulden Sarah und ich meinem Vater, der uns zum Zielort (um das Auto abzustellen) und auch zum Startpunkt der 3. Etappe nach Gersheim gebracht hatte. Auf den ersten beiden Etappen wurde ich ja pitschenass bis auf die Unterhose, und so hoffte ich mit Sarah als Glücksbringer würden meine Schuhe am Abend nicht quietschen…

Am historischen Bahnhof in Gersheim, dem offiziellen Startpunkt, begann unsere Suche nach dem ersten Hinweisschild. Siehe da, tatsächlich prangte es gut sichtbar an einem Pfosten. Guter Anfang, wenn man die miese Beschilderung der ersten und zweiten Etappe bedachte. Es ging die Schulstraße entlang und schwups drohte uns der erste heftige Anstieg. Dank einer gesprächigen älteren Dame mit Bernhardiner, die uns auf meine Videoausrüstung ansprach, konnten wir so mitten am Berg verschnaufen, bevor uns die Puste ausging. Kaum waren wir wieder alleine, entdeckten wir schon die erste tolle Aussicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endlich oben, den asphaltierten Weg erklommen, ging es linkerhand auf eine Waldautobahn, die uns ziemlich lange Richtung Medelsheim führte. Eintönig trabten wir die Ödnis entlang, als vor uns eine Landstraße unser Laufen zum Stoppen brachte. Guter Rat war teuer. Weder rechts noch links Hinweisschilder, wo es hin gehen könnte. Also Wander-App raus und weiter. Wir folgten 500m bergan der Landstraße und wurden von einer ganzen Meute Rennradfahrer überholt.

Kurz nachdem uns die App in den Wald dirigieren wollte, entdeckten wir zu unsrem Frust, das parallel zu der Landstraße, ein schmaler Pfad im Waldesinneren uns zu der gleichen Abzweigung geführt hätte. Schon blöd, wenn die Verantwortlichen keine richtigen Hinweisschilder aufstellen und uns Wanderer der Gefahr der Straße aussetzen.  Gefühlte 100km Waldautobahn leiteten uns über einen Höhenzug von Medelsheim bis nach Seyweiler. Wäre die dichte graue Bewölkung nicht gewesen, hätten wir laut Infoschild bis in die Vogesen schauen können. So blieben uns die Ausblicke auf den nahen Bliesgau, immerhin. Als kleines Bonbon betrachten wir auch die 180 Jahre alten Eichen, welche als Naturdenkmal klassifiziert wurden, sowie die keltischen Hügelgräber, für die wir kurz den vorgegebenen Weg verließen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein einfacher Feldweg brachte uns nun leicht ansteigend an der Pinniger Schutzhütte vorbei bis hinauf zum Kahlenberg. Auf dessen Anhöhe stand bis 1939 der Alexanderturm. Da meine Sarah wieder Probleme mir den Großzehengrundgelenk bekam, verzichteten wir auf den steinigen Anstieg von ca. 400m.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir überquerten eine Landstraße und gelangen in den idyllischen Grünbachwald. Über Waldwege stapfend, erreichten wir eine Kreuzung. Und wie immer, das Suche-das-Schild-Spiel begann. Wieder die App… und ups… wir waren falsch. Wir improvisierten, passierten den Grünbachhof und kreuzten am Gänsesteigerhof wieder den korrekten Wegverlauf. Über eine asphaltierte Straße gelangten wir nach Mimbach.  Wieder mit ausreichenden Beschilderungen gesegnet, schlichen wir uns etwas hungrig hinter der Christuskirche in den “hellen” Forst hinein. Dieser etwas unheimliche Wald brachte uns auf direkten Wege an unseren offiziellen Endpunkt, dem Freizeitzentrum in Webenheim. Über eine Brücke, die Webenheim mit der Blieskasteler City verbindet, schleppten wir unseren knurrenden Magen in das Eiscafé. Eine halbe Stunde später, öffneten wir fertig, aber satt unseren Kofferraum …. und soll ich Euch was anvertrauen? Kein einziger Tropfen Regen fiel heute. Sarah war also doch mein Garant für trockene Socken.

Fazit: 20km sind zwar kein Pappenstiel, aber bei der anspruchslosen Wegbeschaffenheit dieser Etappe für Wanderer mit guter Kondition prima zu bewältigen. Die Aussichten auf den Bliesgau und die Möglichkeit auf ein Eis in Blieskastel sind als Highlights zu nennen.

Zeit in Bewegung: 04 Stunden 30 Minuten
Distanz: 20,3km; Geschwindigkeit: 4,5km/h
Bergauf: 290m; Bergab: 280m
Zeitraum: August 2018

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