Strauch's Wanderlust

Tannheimer Tal – Auf zum Einstein

Um unser “Höhenmeterkonto” aufzuladen, war für heute der Aufstieg auf den Einstein vorgesehen. Dies ist der Hausberg von Tannheim. Seinen Namen verdankt er nicht dem berühmten Physiker, sondern der Tatsache, das er nicht einer Bergkette angehört, sondern sich isoliert und ohne Kontakt zu den andern Gipfeln drumherum, befindet.

Nach unserem Frühstück und dem üblichen “Rein-in-die-Ausrüstung-Hüpfen” brachen wir von Neu-Kienzen aus los. Nachdem wir die Hauptstraße durch die Unterführung passierten, gelangten wir in den historischen Ortskern von Kienzen. Dort findet ihr auch das Heimatmuseum von Tannheim. Worauf ihr aber achten solltet, sind die etwas wirren Öffnungszeiten, die auf der Homepage des Tannerheimer Tales findet. Vorbei am Café St. Leonhard streiften wir die Pestkapelle St. Leonhard (zum Kerzchen anzünden ist sie meist offen). Wir folgten nun rechterhand einem breiten Schotterweg, der uns über einen Teil des Gräner Höhenweges bergan bis kurz oberhalb der Ortschaft Berg führte. Als besonderes Highlight konnten wir durch ein Gatter gelangen, das uns mitten durch eine friedlich grasende Kuhherde führte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer steiniger bergan führte uns der Weg. Ich wusste, das es dringend Zeit wurde, meine GoPro 5 Session einzupacken und dafür die Wanderstöcke mit meinen Händen zu umfassen. Gute 2 Stunden, laut Schild, sollte der Anstieg zum Gipfelkreuz des Einsteins andauern. Auch nach Zöblen, verriet uns der gleiche Wegweiser, sollte es noch gut 2 Stunden sein, aber das war nicht unsere Richtung…

Richtig über Stock, Stein, Fels, Wurzel und was ein Berg zu bieten hat, erschwerte uns den Weg nach oben. Steil fiel der Abhang rechts, bzw. links neben uns ins Tal. Serpentinen kleinster Biegung erklommen wir. Luft holen alias “Guck-mal-die-schöne-Landschaft befiel Sarah und auch mich… leider war das nicht das Einzige was mir zu schaffen machte. Mein Lagerungsschwindel drehte förmlich am Rad. Mein Tritt wurde immer unsicherer. Mich beschlich das Wissen, das ich und der Gipfel des Einsteins heute keine gute Freunde werden würden und ich teilte Sarah schweren Gemüts mit, das ich nicht mehr weiter könnte. Nachdem Sarahs Fragezeichen im Gesicht geklärt war, begangen wir nach einer kurzen Pause den Abstieg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erinnert ihr Euch an das Schild, welches uns verriet, das es noch gut 2 Stunden Fußmarsch bis nach Zöblen waren? Ja? Prima, denn diesem sind wir gefolgt, um nicht zu früh zu Hause zu sein. Guter Dinge, und im Wissen, das uns im Bergrestaurant “Zugspitzblick” eine richtige leckere Mahlzeit erwartet, marschierten wir los. Wir beschritten beschwingten Schrittes einen sehr leichten Singletrail. Plötzlich, mitten in der Pampa spannte zwischen einigen Kiefern ein großes Warnschild: “Achtung! Elektrozaun! … guter Rat war teuer… also Rücksäcke aus… Sarahs Zwergengröße war wieder mal vom Vorteil… krochen wir unter dem Zaun durch. Kaum fertig, endeckten wir beiden Limbotänzer den markierten Durchgang! Wie doof…

Der Untergrund wurde härter und wich einer mit Schotter gepflasterten Alpenwaldautobahn, der sich laut Karte als Wanderweg Nr. 81 herausstellte. Er führt über das Weidegebiet Lohmoos., welches nicht nur herausragende Ausblicke in das Tannheimer Tal bietet, sondern auch hautnahe Begegnungen mit dem Weidevieh inklusive Glockengeläut aus allen Richtungen ermöglicht. Denk dran, … angucken, nicht anfassen, die Mutterkühe werden sonst ungemütlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nun bogen wir in den Weg Nr. 82, der uns dann direkt ins Restaurant Zugspitzblick zu einer Germknödelsuppe für Sarah und Käsespätzle für mich geleitete. Satt und schwerfällig genossen wir sogar den Asphaltweg, der uns mit breiten Serpentinen in den Ortskern von Zöblen brachte.

Unten im Ort angekommen, überquerten wir die Hauptstraße um über den Katzensteig, vorbei am Greither Weiher dann nach Neu-Kienzen in unsere Ferienwohnung im Landhaus Pichler zu gelangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fazit: Wir können diese Tour, mit Ausnahme der Einsteinbesteigung, jedem Wanderer nur empfehlen. Sie bietet weite Ausblicke, leichte und doch alpine Abschnitte, eine klasse Einkehrmöglichkeit und einen entspannten Rückweg an.

Zeit in Bewegung: 03 Stunden 52 Minuten
Distanz: 14,1km; Geschwindigkeit: 3,7km/h
Bergauf: 640m; Bergab: 640m
Zeitraum: September 2018

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2 thoughts on “Tannheimer Tal – Auf zum Einstein

  1. Hallo ihr Limboo-Tänzer. Ich habe noch keine Zeit gehabt zum Video schauen. Hast Du das aufgenommen? Blöd, dass dich der Lagerungsschwindel um den Gipfel gebracht hat. Aber Sicherheit geht vor! Viele herrliche Bilder habt ihr da zusammengetragen. Macht direkt Lust selbst loszupreschen. Leider ist dieses Wochenende von einer Veranstaltung blockiert. Schönstes Wetter und man kann nicht raus…
    Beste Grüße aus Bierbach…
    Martin

    1. Hallo Martin,
      natürlich gibt es dazu ein Video, aber nicht vom Limbo-Tanz. 😉 An dem Tag ging da nichts. Aber einen Tag später war alles wieder so wie es war, aber das siehst du bzw. liest du demnächst hier. 😉 Grüße aus Friedrichsthal, Sarah und Marco

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